Bunt, vielfältig, facettenreich

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Literaturtipps

 

Im Folgenden empfehlen wir Ihnen einige Werke „zum Einlesen“ in unsere Zielgebiete und Reisedestinationen.

 

 

Juri Andruchowytsch, Andrzej Stasiuk: Mein Europa. Übersetzt von EOL-Partnerin Sofija Onufriv und Martin Pollack. Suhrkamp, Frankfurt/M. 2004. € 9,-. Eine ukrainische und eine polnische Perspektive auf den Kontinent. Sehr empfehlenswert!

Alfred Döblin: Reise in Polen. Fischer Tb, Frankfurt 2016. € 11,99. Literarische Reportagen einer Polenreise Anfang der 1920er. Mit ausführlichen Kapiteln über Lublin und Warschau, auch Schilderungen aus Krakau bzw. Kazimierz sowie aus Lemberg. Sehr lesenswert!

Heiko Haumann: Geschichte der Ostjuden. dtv, München 1999. € 12,50. Gute Einführung.

Martin Pollack (Hg.): Sarmatische Landschaften. Nachrichten aus Litauen, Belarus, der Ukraine, Polen und Deutschland. S. Fischer 2005. € 28,-. 25 Schriftsteller erzählen über die sarmatischen Landschaften zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, darunter Andruchowytsch, Bondar, Goerke, Hrytsak, Rjabtschuk, Stasiuk, Zabuzhko und EOL-Partner Jurko Prohasko.

Tymothy Snyder: Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin. Verlag Beck 2011, € 29,95. Auch als TB für € 14,90. Stalins Terrorkampagnen, Hitlers Holocaust und Hungerkrieg gegen die Kriegsgefangenen und die nichtjüdische Bevölkerung – so, wie sie sich tatsächlich zugetragen haben: zur gleichen Zeit und am gleichen Ort.

Trescher-Verlag: Reiseführer zu vielen unserer Destinationen.

Verlag DOM publishers: Architekturführer zu vielen unserer Reisezielen.

 

 

Juri Andruchowytsch: Euromajdan. Was in der Ukraine auf dem Spiel steht. Suhrkamp 2014. € 14,-. Sehr gute Texte zur Erklärung der Situation u.a. von EOL-Partner Jurko Prochasko, Katja Petrowskaja, Serhij Zhadan, Tymothy Snyder, Wilfried Jilge, Martin Pollack, Andrzej Stasiuk. Fotos von Yevgenia Belorusets.

Juri Andruchowytsch: Geheimnis. Sieben Tage mit Egon Alt. Übersetzt von Sabine Stöhr. Suhrkamp 2008, € 24,80. Ironisches Selbstportrait des Autors, in dem viel über die (sowjet-) ukrainische Gesellschaft zu erfahren ist.

Juri Andruchowytsch: Moscoviada. Übersetzt von Sabine Stöhr. Suhrkamp 2006. € 22,80. Auch als TB für € 11. Großartiges Buch! Vor 25 Jahren erschienen. Erschreckend aktuell, was die Moskauer Politik gegenüber den kleineren Nachbarländern betrifft.

Claudia Dathe, Andreas Rostek (Hg.): Majdan! Ukraine, Europa. Edition fotoTAPETA Berlin 2014. € 9,90. Ein Land versucht sich zu befreien – für Europa ein historischer Moment. Es geht in diesem Buch immer auch um Europa: Wie verändert sich Europa mit und ohne die Ukraine? Was tut Russland? Dazu geben Autoren aus der Ukraine und anderen europäischen Ländern Antworten.

Jonathan Safran Foer: Alles ist erleuchtet. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, € 22,90. Mittlerweile auch als Fischer-TB für € 11,-. Großartiger Roman über die Geschichte eines ukrainischen Schtetls und den Besuch eines jungen amerikanischen Juden in der heutigen Ukraine. Unbedingt empfehlenswert!

Andreas Kappeler: Ungleiche Brüder: Russen und Ukrainer vom Mittelalter bis zur Gegenwart. C.H.Beck 2017. € 16,95. Gute Analyse. Sehr empfehlenswert.

Oksana Sabuschko: Museum der vergessenen Geheimnisse. Roman. Übersetzt von Alexander Kratochwil. Literaturverlag Droschl, Graz 2010. € 29,-. Auch als TB für € 14,99. Ein großer Roman über das 20. Jahrhundert. Sehr gut!

Manfred Sapper, Katharina Raabe (Hg.): Testfall Ukraine – Europa und seine Werte. Suhrkamp 2015. € 15,-. Nachfolgeband zum Euromajdan. Sehr empfehlenswert!

Karl Schlögel: Entscheidung in Kiew: Ukrainische Lektionen, Fischer TB, 2017, € 12,99. Aufschlussreiche Essaysammlung mit tiefen historischen und aktuellen Einblicken.

Uwe von Seltmann: Todleben. Eine deutsch-polnische Suche nach der Vergangenheit. Herbig Verlag 2012. € 20,-. EOL-Partner von Seltmann erforscht mit seiner polnischen Ehefrau die Geschichte ihrer Familien. Handlungsorte sind u.a. Schabie/Werchowyna, Kolomea, Lublin, Krakau.

Tymothy Snyder: Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin, Verlag Beck 2011, € 29,95. Stalins Terrorkampagnen, Hitlers Holocaust und Hungerkrieg gegen die Kriegsgefangenen und die nichtjüdische Bevölkerung – so wie sie sich tatsächlich zugetragen haben: zur gleichen Zeit und am gleichen Ort. Auch als TB für € 14,90.

Serhij Zhadan: Internat. Roman. Suhrkamp 2018, € 22,-. Übersetzt von Sabine Stöhr und EOL-Partner Juri Durkot. Ausgezeichnet mit dem Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse 2018.

Serhij Zhadan: Warum ich nicht im Netz bin. Gedichte und Prosa aus dem Krieg. Edition Suhrkamp 2016. € 16,-. Übersetzt von Claudia Dathe. Der Autor reist regelmäßig in das Kriegsgebiet und notiert seine Eindrücke. Sehr authentisch und sehr empfehlenswert.

Skype-Mama. Edition fotoTAPETA berlin 2013. € 12,80. Elf Geschichten über ukrainische Arbeitsmigrantinnen und ihre Kinder, die in der Ukraine bleiben. Übersetzt von den Mitgliedern des Übersetzervereins Translit.

 

 

Martin Pollack: Galizien. Eine Reise durch die verschwundene Welt Ostgaliziens und der Bukowina. Insel Verlag, Frankfurt/M 2009 (6. Aufl.). € 10,-.

Joseph Roth: Radetzkymarsch. Diverse Ausgaben bei verschiedenen Verlagen. Mit Schilderungen der Atmosphäre in Brody.

Philippe Sands: Rückkehr nach Lemberg. Über die Ursprünge von Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. S.Fischer Verlag 2018. € 26,-. Eine Familiengeschichte eng verbunden mit der Prägung der Begriffe „Genozid“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Sehr empfehlenswert!

Żanna Sloniowska: Das Licht der Frauen. Übersetzt von Olaf Kühl. Kampa Verlag 2018, € 22. Ein Roman über vier Frauen vor dem Hintergrund der bewegten Geschichte der Stadt.

Natalka Sniadanko: Frau Müller hat nicht die Absicht mehr zu bezahlen. Haymon Verlag 2016. € 19,90. Abenteuer zweier Lembergerinnen, die sich auf die nach einem besseren Leben gen Westen auf den Weg machen.

Alois Woldan (Hg.): Europa erlesen. Lemberg. Wieser Verlag 2008. € 14,95. Wunderbar. Mit einem Text des EOL-Partners Jurko Prochasko. Nur schade, dass Autorinnen vollkommen unterschlagen werden.

Jurij Wynnytschuk: Im Schatten der Mohnblüte. Roman. Übersetzt von Alexander Kratochwil. Haymon Verlag 2014. € 22,90. Lebenspralles Sittengemälde Lembergs in den 1920er und 30er Jahren, die Zerstörung und Wiederentdeckung des alten Lemberg.

 

 

Helmut Braun (Hg.): Czernowitz. Die Geschichte einer untergegangenen Kulturmetropole. Ch. Links Verlag, Berlin 2013 (3. Aufl.). € 30,-. Beiträge zu Geschichte, Literatur, Gegenwart. U.a. von EOL-Partner Petro Rychlo. Viele Fotos. Schönes Buch, abgesehen von dem u.E. missratenen Text von Andrée.

Illustrierter Führer durch die Bukowina von Hermann Mittelmann. Neu herausgegeben von Helmut Kusdat. Mandelbaum Verlag, Wien 2008. € 19,90. Wunderschöner Reprint des ursprünglich 1907 in Czernowitz erschienenen Buches.

Martin Pollack: Galizien. Eine Reise durch die verschwundene Welt Ostgaliziens und der Bukowina. Insel Verlag, Frankfurt/M 2009 (6. Aufl.). € 10,-.

Maria Matios: Darina, die Süße. Übersetzt von Claudia Dathe. Haymon Verlag 2013. € 19,90. Auch als Paperback für € 9,95. Ein großartiger, tieftrauriger Roman über die Geschichte der Bukowina im 20. Jahrhundert am Beispiel eines kleinen Dorfes.

Petro Rychlo (Hg.): Europa erlesen. Czernowitz. Wieser Verlag, Klagenfurt 2004. € 14,95. Schöne Anthologie, herausgegeben von EOL-Partner Petro Rychlo.

 

 

Sofia Andruchowytsch: Der Papierjunge. Übersetzt von Maria Weissenböck. Residenz Verlag 2016, € 22,90. Ein wunderbares Porträt von Stanislau (heute Iwano-Frankiwsk) um 1900, sehr lesenswert!

Henryk Grynberg: Drohobycz, Drohobycz. Galizische Erinnerungen. Zwölf Lebensbilder. Zsolnay Verlag, Wien 2003, € 20,35. Über die letzten Jahre von Bruno Schulz, den Holocaust, den Antisemitismus in der Sowjetunion. (nur noch antiquarisch)

Jaroslava und Ralf Hahn (Hg.): Europa erlesen. Transkarpatien. Wieser Verlag, Klagenfurt 2004, € 14,95. Sehr schöne Anthologie, vielfältig, lebendig.

Taras Prochasko: Daraus lassen sich ein paar Erzählungen machen: Prosa. Suhrkamp, Fft/M 2009. € 10,-. Geschichten aus den Karpaten des Stanislauer Autors. Sehr schön!

Bruno Schulz: Die Zimtläden. Neue Übersetzung von Doreen Daume. Hanser, 2008, € 21,50. Sehr empfehlenswert. Auch als dtv-TB für € 9,90.

 

 

Juri Andruchowytsch: 12 Ringe. Roman. Übersetzt von Sabine Stöhr unter Mitarbeit der EOL-Partnerin Sofija Onufriv. Suhrkamp, Frankfurt/M. 2005. € 22,90. Auch als TB für € 11,-. Unglaubliche Abenteuer eines österreichischen Fotografen in den Karpaten. Vielfältig, unterhaltsam, empfehlenswert.

Maria Matios: Darina, die Süße. Übersetzt von Claudia Dathe. Haymon Verlag 2013. € 19,90. Auch als Paperback für € 9,95. Ein großartiger, tieftrauriger Roman über die Geschichte der Bukowina im 20. Jahrhundert am Beispiel eines kleinen Dorfes.

Taras Prochasko: Daraus lassen sich ein paar Erzählungen machen: Prosa. Suhrkamp, Fft/M 2009. € 10,-. Geschichten aus den Karpaten des Stanislauer Autors. Sehr schön!

Uwe von Seltmann: Todleben. Eine deutsch-polnische Suche nach der Vergangenheit. Herbig Verlag 2012. € 20,-. EOL-Partner von Seltmann erforscht mit seiner polnischen Ehefrau die Geschichte ihrer Familien. Handlungsorte sind u.a. Schabie/Werchowyna, Kolomea, Lublin, Krakau.

 

 

Jonathan Safran Foer: Alles ist erleuchtet. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, € 22,90. Mittlerweile auch als Fischer-TB für € 11,-. Großartiger Roman über die Geschichte eines ukrainischen Schtetls und den Besuch eines jungen amerikanischen Juden in der heutigen Ukraine. Unbedingt empfehlenswert!

Pinhas Kahanowitsch (genannt "Der Nister"): Die Brüder Maschber. Zweitausendeins, 1995. Großes jüdisches Epos, spielt in Berdytschiw, beeinflusst von der Philosophie des großen chassidischen Zaddiks Rabbi Nachman von Brazlaw. (nur noch antiquarisch)

Jüdisches Leben in Osteuropa. Beiheft zur Ausstellung. Guter kurzer historischer Überblick zum Thema, der bis in die Gegenwart reicht. Zu bestellen beim Diakonischen Werk der EKD, Postfach 10 11 42, 70010 Stuttgart. Tel.: 0711/21 59 519. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Edgar Hilsenrath: Nacht. Eule de Minerva, 2016, € 25,-. Sehr eindrucksvolle literarische Verarbeitung des Lebens und Sterbens in einem transnistrischen Getto.

Rita Ostrowskaja: Juden in der Ukraine. 1989-1994. Städtl. Cantz Verlag, 1996. Sehr eindrucksvoller Bildband der Kiewer Fotografin. Fotografien und kurze Texte zu vielen Orten, die wir auf unserer Reise besuchen. (nur noch antiquarisch)

Isaac B. Singer: Die Gefilde des Himmels. Eine Geschichte vom Baalschem Tow. Dtv 2004, € 8,50. Sehr schöne „volkstümliche Beschreibung der Entstehung des Chassidismus.

 

 

Swetlana Alexijewitsch: Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft. Berliner Taschenbucherlag, Piper 2015. € 9,99. Gespräche mit Betroffenen des GAUs von 1986 in Tschernobyl. Empfehlenswert.

Andrej Kurkow: Picknick auf dem Eis. Diogenes Verlag, Zürich 2000, € 11. Krimi, der im heutigen Kiew spielt, empfehlenswert.

Andrej Kurkow: Ukrainisches Tagebuch. Aufzeichnungen aus dem Herzen des Protests. Haymon Verlag 2014. € 17,90. Kurkows Eindrücke vom Majdan und Einblicke in die ukrainische Geschichte.

Tanja Maljartschuk: Von Hasen und anderen Europäern. Übersetzt von Claudia Dathe. Edition.fotoTAPETA, Berlin 2014, € 19,80. Geschichten aus Kiew über Menschen  und Tiere. Sehr empfehlenswert!

Olena Novikova (Hg.): Europa erlesen – Kiew. Wieser Velag 2013. € 14,95.

Katja Petrowskaja: Vielleicht Esther. Suhrkamp Taschenbuch Verlag 2015. € 10,-. Reflektierte Recherche über den Tod der Urgroßmutter im deutsch besetzten Kiew 1941. Die aus Kiew gebürtige, in Berlin lebende Autorin erhielt 2013 den Ingeborg Bachmann Preis.

 

 

Neal Ascherson: Schwarzes Meer. Suhrkamp TB, Frankfurt 1998. Geschichte und Gegenwart der Schwarzmeervölker, Mischung aus Literatur und Geschichtsschreibung, viel über Odessa. Sehr empfehlenswert! (nur noch antiquarisch)

Isaak Babel: Mein Taubenschlag. Sämtliche Erzählungen. Übersetzt von Bettina Karbach und Peter Urban. Hanser Verlag 2014. € 39,90. Enthalten auch die Jugenderinnerungen Babels und Odessaer Geschichten über den Gangsterkönig Benja Krig. Sollte man lesen.

Ilja Ilf, Jewgeni Petrow: Zwölf Stühle. Luchterhand 2003. € 12,99. Drei Gauner begeben sich in der Zeit der Neuen Ökonomischen Politik auf die Suche nach einem Schatz. Sehr amüsant.

Ze'ev Jabotinsky: Die Fünf. Roman. Aufbau Taschenbuch 2017. € 14,-. Roman des großen Odessaer Zionisten um eine Odessaer russisch-jüdische Mittelstandsfamilie.

Katharina Raabe, Monika Snajderman (Hgg.): Odessa Transfer: Nachrichten vom Schwarzen Meer. Suhrkamp, Frankfurt/M. 2009. € 18,99.

 

 

Marina Dmitrieva (Hg.): Zwischen Stadt und Steppe: Künstlerische Texte der ukrainischen Moderne aus den 1910er bis 1930er Jahren. Lukas Verlag für Kunst und Kunstgeschichte 2011. € 34,-.

Lew Kopelew: Und schuf mir einen Götzen. Steidl, 1996. Eindrucksvolle und sehr persönliche Schilderung des Lebens im sowjetischen Charkiw in den 20er und 30er Jahren. Sehr empfehlenswert! (nur noch antiquarisch)

Dareg A. Zabarag (Hg.): Europa erlesen – Charkiw. Wieser 2018. € 14,95.

Serhij Zhadan: Mesopotamien. Suhrkamp 2017. € 12,- (TB). Übersetzt von Sabine Stöhr, Juri Durkot und Claudia Dathe. Ein Meisterwerk über Charkiw!

 

 

Wolfgang Babeck: Der georgische Knoten. Abenteuerliches aus dem Kaukasus. Diplomat Press 2013. € 16,90. Ein persönlicher Erlebnisbericht quer durch die Kultur und jüngere Geschichte Georgiens.

Marie-Carin von Gumppenberg, Udo Steinbach (Hgg.): Der Kaukasus. Geschichte – Kultur – Politik. Beck 2018 (3. neubearb. Aufl.). € 16,95. Guter Überblick und Einführung.

Nino Haratischwili: Das achte Leben (Für Brilka). Frankfurter Verlagsanstalt 2014 (9. Aufl.), € 34,-. Als Ullstein TB (2017) € 18,-. Großer Roman der deutsch schreibenden georgisch stämmigen Autorin über eine georgische Familie im 20. Jahrhundert.

Fried Nielsen (Hg.): Europa Erlesen. Georgien. Wieser Verlag 2018 (2. erweit. Aufl.). € 14,95. Schöne Anthologie.

Fried Nielsen: Georgien im Wandel. Wind, der weht. Wieser Verlag 2018 (Unveränderte? Neuauflage der Erstausgabe von 2010). € 24,95. Sehr gut! Bestes Buch über Georgien, wenn auch nicht mehr ganz aktuell. Fundierte Einblicke in viele Lebensbereiche. Mit gutem geschichtlichem Überblick.

Kurban Said/Essad Bey: Ali und Nino. Ullstein TB 2016 (2. Aufl.). € 12,-. Liebesgeschichte zwischen einem muslimischen Aseri und einer christlichen Georgierin zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Man erfährt viel über die damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse und die Schwierigkeiten zwischen den Religionen. Sehr schönes Buch.

John Steinbeck, Robert Capa: Russische Reise. Unionsverlag TB 2013 (2. Aufl.). € 14,95. Toller Reisebericht aus dem Jahr 1947, mit großem Georgien-Kapitel.

 

 

Marie-Carin von Gumppenberg, Udo Steinbach (Hgg.): Der Kaukasus. Geschichte – Kultur – Politik. Beck 2018 (3. neubearb. Aufl.). € 16,95. Guter Überblick und Einführung.

Edgar Hilsenrath: Das Märchen vom letzten Gedanken. Verlag Eule der Minerva 2014 (TB Neuausgabe) (gesammelte Werke, Bd. 6). € 25,-. Literarische Verarbeitung des türkischen Genozids am armenischen Volk.

Jochen Mangelsen: Planet Armenien. Pilgern in unbekanntem Land. Eine Text-Collage. Amani / Hay Media Verlag 2012 (2. Aufl.). € 4,90 (E-Book). (nur noch antiquarisch oder als E-Book)

Huberta von Voss (Hg.): Porträt einer Hoffnung: Die Armenier. Lebensbilder aus aller Welt. Schiler Verlag 2005 (2. Aufl.). € 18,-.

Stephan Wackwitz: Die vergessene Mitte der Welt: Unterwegs zwischen Tiflis, Baku, Eriwan. Fischer TB 2018 (erweit. Neuausgabe). € 12,-. Beobachtungen, Eindrücke und Reflexionen aus den Jahren 2011-13. Interessant.

Franz Werfel: Die vierzig Tage des Musa Dagh. Anaconda Verlag, Neuaufl. 2016. € 9,95. Werfel beschreibt in seinem 1933 veröffentlichten und kurz darauf verbrannten Roman die armenische Verteidigung Musa Daghs (arm. Musa Ler) an der syrischen Küste gegen die türkischen Angreifer 1915. Die Überlebenden ließen sich in Musa Ler unweit von Eriwan nieder. Wir besuchen dieses Dorf auf unserer Reise.

 

 

Juriaan Cooiman (Hg.): CultureScapes Aserbaidschan. Kultur, Geschichte und Politik zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer. Christoph Merian Verlag 2009. € 26,-. Gute Einführung in diverse aserbaidschanische Aspekte. Qualität der einzelnen Beiträge schwankend, insgesamt aber empfehlenswert.

Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt. Roman. Hanser 2012 (10. Aufl.). € 18,90. Dtv TB von 2013 für € 9,90. Vielbeachtetes Debut der 1984 in Baku geborenen, seit Jahren in Deutschland lebenden, Deutsch schreibenden Autorin mit russisch-jüdischem Familienhintergrund.

Marie-Carin von Gumppenberg, Udo Steinbach (Hgg.): Der Kaukasus. Geschichte – Kultur – Politik. Beck 2018 (3. neubearb. Aufl.). € 16,95. Guter Überblick und Einführung.

Kurban Said/Essad Bey: Ali und Nino. Ullstein TB 2016 (2. Aufl.). € 12,-. Liebesgeschichte zwischen einem muslimischen Aseri und einer christlichen Georgierin zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Man erfährt viel über die damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse und die Schwierigkeiten zwischen den Religionen. Sehr schönes Buch.

Stephan Wackwitz: Die vergessene Mitte der Welt: Unterwegs zwischen Tiflis, Baku, Eriwan. Fischer TB 2018 (erweit. Neuausgabe). € 12,-. Beobachtungen, Eindrücke und Reflexionen aus den Jahren 2011-13. Interessant.

 

 

Erika Fatland: Sowjetistan. Eine Reise durch Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan. Suhrkamp Verlag, Berlin 2017 (3. Aufl., deutsche Erstausgabe). € 16,95. Auch als E-Book für € 14,99. Reportageband einer norwegischen Journalistin. Empfehlenswert aufgrund der Themenvielfalt, leider fehlt es z. T. an Hintergrundwissen.

Thomas Kunze: Zentralasien. Porträt einer Region. Ch. Links Verlag 2018. 18,-.

Philipp Meuser (Hg.): Architekturführer Usbekistan. Dom publishers, Berlin 2012. € 28,-. Sehr informative Zusammenstellung von Texten und Fotos, v.a. zu sowjetischer und zeitgenössischer Architektur in Taschkent. Auch als Sonderausgabe (Schwerpunkt Taschkent) unter dem Titel „Architekturführer Taschkent“ erhältlich.

Manfred Sapper, Volker Weichsel, Andrea Huterer (Hgg.): Machtmosaik Zentralasien. Traditionen, Restriktionen, Aspirationen. Zeitschrift Osteuropa, Heft 8-9, 2007. Sammelwerk zu Geschichte, Kultur und aktueller Politik in Zentralasien. Empfehlenswert! (nur noch antiquarisch oder als pdf (für € 32,-) erhältlich unter http://www.zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2007/8-9/.)

Elke Windisch: Zentralasien. Politische Reisereportagen. Dagyeli Verlag, Berlin 2010 (2., überarb. und aktualis., Aufl.). € 18,80. Gute Mischung aus Reisereportagen, geschichtlichen Einblicken und politischer Analyse.

Dareg A. Zabarah (Hg.): Europa erlesen. Zentralasien. Wieser Verlag, Klagenfurt 2017. € 14,95. Anthologie.

 

 

Tschingis Aitmatow: Alle Werke des kirgisisch und russisch schreibenden Autors (1928-2008) geben unterschiedliche Einblicke in die Mythen, Geschichte, Traditionen und die (sowjetische) Lebenswelt Kirgistans. Seine Werke sind u.a. im Unionsverlag Zürich erschienen.

Erika Fatland: Sowjetistan. Eine Reise durch Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan. Suhrkamp Verlag, Berlin 2017 (3. Aufl., deutsche Erstausgabe). € 16,95. Auch als E-Book für € 14,99. Reportageband einer norwegischen Journalistin. Empfehlenswert aufgrund der Themenvielfalt, leider fehlt es z. T. an Hintergrundwissen.

Thomas Kunze: Zentralasien. Porträt einer Region. Ch. Links Verlag 2018. 18,-.

Henning Hraban Ramm, Benedikt Viertelhaus: Architekturführer Bischkek. Dom Publishers, Berlin 2016. € 28,-. Fotos und Erläuterungen, hauptsächlich zu sowjetischen Gebäuden in Bischkek.

Manfred Sapper, Volker Weichsel, Andrea Huterer (Hgg.): Machtmosaik Zentralasien. Traditionen, Restriktionen, Aspirationen. Zeitschrift Osteuropa, Heft 8-9, 2007. Sammelwerk zu Geschichte, Kultur und aktueller Politik in Zentralasien. Empfehlenswert! (nur noch antiquarisch oder als pdf (für € 32,-) erhältlich unter http://www.zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2007/8-9/.)

Dagmar Schreiber, Stephan Flechtner: Kirgistan. Zu den Gipfeln von Tien-Schan und Pamir. Trescher Verlag, Berlin 2017 (5. aktualis. u. erw. Aufl.). € 18,95. Einziger aktueller, deutschsprachiger (Kultur-) Reiseführer.

Elke Windisch: Zentralasien. Politische Reisereportagen. Dagyeli Verlag, Berlin 2010 (2., überarb. u. akt. Aufl.). € 18,80. Gute Mischung aus Reisereportagen, geschichtlichen Einblicken und politischer Analyse.

Dareg A. Zabarah (Hg.): Europa erlesen. Zentralasien. Wieser Verlag, Klagenfurt 2017. € 14,95. Anthologie.

 

 

Swetlana Alexijewitsch: Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus. Hanser Verlag, München 2013. € 27,90. Auch als TB und E-Book für jeweils € 11,99, als Hörbuch und als Audio-CD für € 20,-. Eindrückliches Stimmungsbild der Menschen im postsowjetischen Russland.

Thomas Franke: Russian Angst. Einblicke in die postsowjetische Seele. Edition Körber-Stiftung, Hamburg 2017. € 18,-. Kritischer Blick auf Gesellschaft und Innenpolitik, Einblicke in die Protestbewegungen 2011/2012.

Swetlana Gannuschkina: Auch wir sind Russland. Europa Verlag, München 2015. € 24,99. Die Menschenrechtlerin schreibt über ihr Leben, die Zivilgesellschaft und ihre Arbeit mit Flüchtlingen in Russland.

Masha Gessen: Die Zukunft ist Geschichte. Wie Russland die Freiheit gewann und verlor. Suhrkamp Verlag, Berlin 2018. € 26,-. Das beste Buch, wenn man das heutige Russland verstehen will.

Lev Gudkov, Victor Zaslavsky: Russland – Kein Weg aus dem postkommunistischen Übergang? Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2011. € 9,90. Soziologische Analyse.

Manfred Sapper, Volker Weichsel (Hgg.): Kluften der Erinnerung. Russland und Deutschland sechzig Jahre nach dem Krieg. Berliner Wissenschafts-Verlag 2005. € 28,-. Sonderheft der Zeitschrift Osteuropa.

 

 

Nikolai Anziferow: Die Seele Petersburgs. Mit einem Vorwort von Karl Schlögel. Hanser Verlag, München 2003. € 21,50. 1922 erschienen, Vorbild für alle landeskundlichen Bücher über „die Hauptstadt des tragischen Imperialismus“.

Ales Adamowitsch, Daniil Granin: Blockadebuch. Leningrad 1941-1944. Aufbau Verlag 2018. € 36,-. In den 70/80er Jahren in der Sowjetunion erschienene Dokumentation, jetzt erstmals unzensiert auf Deutsch.

Joseph Brodsky: Erinnerungen an Petersburg. Verlag Carl Hanser, München 2003. € 15,90. Auch unter dem Titel „Erinnerungen an Leningrad“ als Fischer-TB für € 7,90. Mit Recht ein Klassiker.

Lidia Ginsburg: Aufzeichnungen eines Blockademenschen. Suhrkamp, Frankfurt/M. 2014. € 22,95.

Valeria Jäger, Erich Klein (Hgg.): Europa Erlesen – St. Petersburg. Wieser Verlag, Klagenfurt 1998. € 14,95. Gute Zusammenstellung des Petersburg-Bildes prominenter und weniger prominenter Autoren.

Heike Maria Johenning: Architekturführer Sankt Petersburg. DOM Publishers, Berlin 2014. € 38,-. 300 Abbildungen und Beschreibungen von Architektur der gesamten Stadtgeschichte bis in die Gegenwart.

Manfred Sapper, Volker Weichsel (Hgg.): Die Leningrader Blockade. Der Krieg, die Stadt und der Tod. Berliner Wissenschafts-Verlag 2011. € 24,-. Sonderheft der Zeitschrift Osteuropa.

Karl Schlögel: Petersburg. Das Laboratorium der Moderne 1909-1921. Fischer, Frankfurt/M. 2009. € 19,99. Verlässt die klassische Fixierung auf das Jahr 1917 und eröffnet den Blick auf die Dynamik dieser Jahre.

 

 

Juri Andruchowytsch: Moscoviada. Suhrkamp, Frankfurt 2006. € 22,80. Auch als TB für € 11,-. Großartiges Buch! 1993 erschienen.

Michail Bulgakow: Der Meister und Margarita. Luchterhand Literaturverlag 2006. € 12,-. Der literarische Klassiker zum stalinistischen Moskau.

Venedikt Erofeev: Moskau – Petuški. Kein und Aber Verlag, Zürich 2005. Klassiker der neueren russischen Literatur und Kultbuch über einen Alkoholiker in neuer Übersetzung. Nur noch antiquarisch. Als „Die Reise nach Petuschki“ von Wenedikt Jerofejew in älterer Übersetzung im Piper Verlag für € 11,- erhältlich.

Valeria Jäger, Erich Klein (Hgg.): Europa erlesen – Moskau. Wieser Verlag, Klagenfurt 1998. € 14,95. Anthologie.

Peter Knoch: Architekturführer Moskau. Dom Publishers Verlag, Berlin 2011. € 28,-. Empfehlenswerter Architekturführer v.a. für das 20. Jh., reichhaltig bebildert.

Monica Rüthers, Carmen Scheide (Hg.): Moskau. Menschen – Mythen – Orte. Böhlau Verlag, Köln 2003. € 24,90. Sehr gelungene Zusammenstellung.

Irina Scherbakowa: Die Hände meines Vaters. Eine russische Familiengeschichte. Droemer, München 2017. € 22,99. Die Menschenrechtlerin erzählt die Geschichte ihrer russisch-jüdischen Familie in Moskau im 20. Jh.

Karl Schlögel: Moskau lesen. Carl Hanser, München 2011. € 25,90. Aktualisierte Neuauflage des Klassikers von 1984.

 

 

Wassili Grossman: Leben und Schicksal. Roman. List Verlag, Berlin 2008 (6. Aufl.). € 18,-. Epochaler Roman über die Schlacht bei Stalingrad und die Schrecken des Krieges und des Totalitarismus. Empfehlenswert.

Jochen Hellbeck: Die Stalingrad-Protokolle. Sowjetische Augenzeugen berichten aus der Schlacht. S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2012. € 14,99. Umfangreiche Dokumentation von Interviews mit Rotarmisten und Zivilisten, die während der Schlacht durchgeführt wurden. Auch als Band 1493 bei der Bundeszentrale für Politische Bildung für € 4,50 erhältlich.

Peter Jahn (Hg.): Stalingrad erinnern. Stalingrad im deutschen und im russischen Gedächtnis. Ch. Links Verlag, Berlin 2003. Empfehlenswerter Ausstellungskatalog (Museum Berlin-Karlshorst) mit zahlreichen Abbildungen und Erläuterungen zur sowjetischen und deutschen Rezeption und Aufarbeitung der Schlacht. (nur noch antiquarisch)

Anton Čechov: Die Steppe. Erzählungen 1887-1888. Diogenes Verlag, Zürich 2001. € 13,-. Erzählung über eine Reise durch die südrussische Steppenlandschaft. Sehr empfehlenswert, wie auch alles andere von Tschechow (am besten auf Diogenes-Ausgaben zurückgreifen, da von Peter Urban herausgegeben und kommentiert).

Bärbel Reetz: Die russische Patientin. Roman. Insel Verlag, Frankfurt/M. 2006. € 9,95. Dokumentation und Roman über Sabina Spielrein (Psychoanalytikerin und zeitweilige Patientin C. G. Jungs), die in Rostow geboren und dort als Jüdin 1942 von den Nazis ermordet wurde.

Wolfram Wette, Gerd R. Ueberschär (Hgg.): Stalingrad. Mythos und Wirklichkeit einer Schlacht. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2012 (3. Aufl.). € 10,99. Facettenreiche Aufsatzsammlung zur Geschichte und Rezeption der Schlacht, die russische und deutsche Perspektiven einschließt.

Dareg A. Zabarah (Hg.): Europa erlesen – Wolga. Wieser Verlag, Klagenfurt 2017. € 14,95. Anthologie.

 

 

Blochplan: Königsberg 1931 / Kaliningrad heute. € 8,95. Bestellung direkt unter 030/4495339 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Sehr gute Karten, sehr empfehlenswert und hilfreich. Mit zweisprachigem Straßenverzeichnis. Auch andere Orte vorhanden.

Andreas Kossert: Damals in Ostpreußen: Der Untergang einer deutschen Provinz. Pantheon Verlag, München 2010. € 14,99.

Andreas Kossert: Ostpreußen – Geschichte und Mythos. Pantheon Verlag, München 2007. € 12,99. Gut!

Ulla Lachauer: Die Brücke von Tilsit. Begegnungen mit Preußens Osten und Rußlands Westen. Rowohlt Verlag, Reinbek 2003. € 9,95. Geschichte und Gegenwart des nördlichen Ostpreußens/Kaliningrader Gebiets. Eindringliche Schilderungen zahlreicher Begegnungen.

Eckhard Matthes (Hg.): Als Russe in Ostpreußen. Sowjetische Umsiedler über ihren Neubeginn in Königsberg/Kaliningrad nach 1945. Edition Tertium, Ostfildern 2000. € 24,90. Zeitzeugenberichte von zugezogenen Russen aus den ersten Jahren Kaliningrads. Sehr interessant.

Gunnar Strunz: Königsberg – Kaliningrader Gebiet. Trescher Verlag, Berlin 2017 (3. Aufl.). € 21,95.

Arno Surminski: Sommer vierundvierzig. Ullstein Verlag, Berlin 1999. € 9,99. Roman über die Atmosphäre auf der Kurischen Nehrung und in Königsberg 1944/45.

Michael Wieck: Zeugnis vom Untergang Königsbergs. Ein „Geltungsjude“ berichtet. C.H. Beck Verlag, Heidelberg 2009. € 14,95. Sehr eindrucksvolle Erinnerungen über die Zeit 1928-1948 in der Stadt. Die letzten Weimarer Jahre, Verfolgungen der NS-Zeit, Not und Elend nach 1945. Sehr empfehlenswert!

 

 

Valentin Akudowitsch: Der Abwesenheitscode. Versuch, Weißrussland zu verstehen. edition suhrkamp, Berlin 2013. € 15,-. Äußerst lesenswert, enthält Karten und Glossar.

Swetlana Alexijewitsch: Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft. Piper Verlag, Berlin 2015. € 9,99. Gespräche mit Betroffenen des GAUs von 1986 in Tschernobyl. Empfehlenswert.

André Böhm / Maryna Rakhlei: Weissrussland. Trescher Verlag, Berlin 2014. € 21,95. Umfangreich und gut geschrieben. Einziger aktueller deutschsprachiger Reiseführer zum Land. Neuauflage für März angekündigt.

Christian Gerlach: Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrussland 1941 bis 1944. Hamburger Edition der HIS Verlagsgesellschaft, 2000. € 25,50. Bestes und detailliertestes Buch zum Thema.

Artur Klinau: Minsk. Sonnenstadt der Träume. Suhrkamp, Frankfurt/M. 2006. € 12,-. Sehr lesenswert!

Artur Klinau: Schalom - Ein Schelmenroman. Edition fotoTAPETA, Berlin 2015. € 16,80. Das erste Prosawerk Klinaus spielt in satirischer Weise mit den Erfahrungen des Autors in Deutschland und Weißrussland.

Osteuropa – Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde: Tschernobyl: Vermächtnis und Verpflichtung, Heft April 2006, € 15,-. Bezug über DGO, Schaperstr. 30, 10719 Berlin, Tel. 030/30104581, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Gute Zusammenstellung.

Martin Pollack (Hg.): Sarmatische Landschaften: Nachrichten aus Litauen, Belarus, der Ukraine, Polen und Deutschland. S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2006. € 28,-. 25 Schriftsteller erzählen über die sarmatischen Landschaften zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, darunter auch einiges Interessantes aus und über Weißrussland.

 

 

Alfred Döblin: Reise in Polen. dtv, München 2000. Mit ausführlichem Wilna-Teil. Sehr lesenswert. (nur noch antiquarisch)

Cornelius Hell: Europa erlesen - Vilnius. Wieser Verlag, Klagenfurt 2009. € 12,95. Sehr gute Zusammenstellung.

Helene Holzman: „Dies Kind soll leben“. Die Aufzeichnungen der Helene Holzman 1941-1944. Ullstein TB-Verlag, Berlin 2001. Sehr eindringliche Beschreibungen aus Kaunas und dem dortigen Ghetto. (nur noch antiquarisch)

Czesław Miłosz: Die Straßen von Wilna. (Jugenderinnerungen). Carl Hanser Verlag, München 1997. € 14,90.

Grigorij Schur: Die Juden von Wilna. Die Aufzeichnungen des Grigorij Schur 1941-1944. dtv, München 1999. (nur noch antiquarisch)

Claudia Sinnig: Litauen. Ein literarischer Reisebegleiter. Insel, Frankfurt/M. 2002. € 12,-.

Arno Surminski: Sommer vierundvierzig. Ullstein Verlag, Berlin 1999. € 9,99. Roman über die Atmosphäre auf der Kurischen Nehrung und in Königsberg 1944/45.

Joachim Tauber, Ralph Tuchtenhagen: Vilnius: Kleine Geschichte der Stadt. Böhlau Verlag, Köln 2008. € 22,90.

Bodo Thöns: Litauen entdecken. Europas neuer Mittelpunkt im Baltikum. Trescher Verlag, Berlin 2006. € 14,95. Sehr ordentlicher Reiseführer trotz einiger historischer Ungenauigkeiten. Neuauflage leider verschoben.

Tomas Venclova: Vilnius. Eine Stadt in Europa. edition suhrkamp, Frankfurt/M. 2006. € 10,-. Schöner Essay.

 

 

Martin Brand, Robert Kalimullinn: CityTrip Riga. Reise Know-How Verlag Rump, Bielefeld 2018 (4. Aufl.). € 11,95. Guter, aktueller und kompakter Führer. Martin Brand ist EOL-Reiseleiter.

Albert Caspari: Europa erlesen - Riga. Wieser Verlag, Klagenfurt 2017. € 14,95. Sehr gute Zusammenstellung.

Valentina Freimane: Adieu, Atlantis. Wallstein Verlag, Göttingen 2015. € 22,90. Autobiografie der 1922 geborenen lettisch-jüdischen Autorin.

Andreas Fülberth: Riga – Kleine Geschichte der Stadt. Böhlau Verlag, Köln 2013. € 22,90.

Jelena Katischonok: Das Haus in der Palissadnaja. Braumüller Verlag, Wien 2014. € 24,90. Beschreibt das Zusammenleben der verschiedenen Nationalitäten in der Zwischenkriegszeit.

Jochen Könnecke: DuMont Reise-Taschenbuch Lettland. DuMont Verlag, Ostfildern 2011. € 16,99. (leider nur noch antiquarisch, am ganzen Land Interessierte müssen auf Baltikum-Reiseführer ausweichen)

Gidon Kremer: Kindheitssplitter. Piper Verlag, München 2004. € 9,90. Kindheitserinnerungen des 1947 in Riga geborenen Geigers. (nur noch antiquarisch)

Margers Vestermanis: Juden in Riga. Ein Wegweiser zu den Spuren einer ermordeten Minderheit. Edition Temmen, Bremen 1995. Der beste Überblick zum Thema. (nur noch antiquarisch)

 

 

Karsten Brüggemann, Ralph Tuchtenhagen: Tallinn: Kleine Geschichte der Stadt. Böhlau Verlag, Köln 2010. € 24,90. Gelungener Überblick.

Verena Dohrn: Baltische Reise. Vielvölkerlandschaft des alten Europa. S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 1994. Stilistisch anstrengend, trotzdem empfehlenswert, weil informativ. (nur noch antiquarisch)

Ulrich Knellwolf: Auftrag in Tartu. Verlag Nagel & Kimche, Zürich 1999. € 19,90. Krimi über einen nach Tartu geschickten Schweizer.

Jaan Kross: Der Verrückte des Zaren. Dtv, München 2003. Angesiedelt Anfang des 19. Jahrhunderts, arbeitet Kross hier die Beziehung zwischen autoritärem Staat und Individuum auf. (nur noch antiquarisch)

Jaan Kross: Professor Martens' Abreise. Carl Hanser, München 1992. Politisch-historischer Roman über Estland am Beginn des 20. Jahrhunderts. (nur noch antiquarisch)

Sofi Oksanen: Fegefeuer. Btb Verlag, Berlin 2012. € 19,95. Auch als TB für € 9,99. Bestseller der finnisch-estnischen Autorin über zwei Frauen aus Estland und die Geschichte des Landes.

Sabine Schmidt: Europa erlesen. Tallinn. Wieser Verlag, Klagenfurt 2003. € 14,95.

http://www.estlit.ee/ Englischsprachige Informationen zu zeitgenössischen estnischen Schriftstellern. Auch mit deutschsprachigen Übersetzungen (unter "Sample Translations" bei den einzelnen Autoren).

 

 

Anna Bolecka: Der weiße Stein. Droemer Knaur, München 2000. € 8,-. Leben in einem polnischen Dorf von ca. 1850-1935. Atmosphärisch sehr dicht. Sehr empfehlenswert. (nur noch antiquarisch)

Norman Davies: Im Herzen Europas. Geschichte Polens. C. H. Beck Verlag, München 2006 (4. Aufl.). € 24,90.

Alfred Döblin: Reise in Polen. Fischer Tb, Frankfurt 2016. € 11,99. Literarische Reportagen einer Polenreise Anfang der 1920er. Mit ausführlichen Kapiteln über Lublin und Warschau, auch Schilderungen aus Krakau bzw. Kazimierz. Sehr lesenswert!

Barbara Engelking, Helga Hirsch (Hg.): Unbequeme Wahrheiten: Polen und sein Verhältnis zu den Juden. Edition suhrkamp, Frankfurt/M. 2008. € 12,-. Gute Zusammenstellung der Debatte.

Eva Hoffman: Im Schtetl. Die Welt der polnischen Juden. Zsolnay Verlag, Wien 2000. € 23,50.

Uwe von Seltmann: Todleben. Eine deutsch-polnische Suche nach der Vergangenheit. Herbig Verlag 2012. € 20,-. EOL-Partner von Seltmann erforscht mit seiner polnischen Ehefrau die Geschichte ihrer Familien. Handlungsorte sind u.a. Schabie/Werchowyna, Kolomea, Lublin, Krakau.

Andrzej Szczypiorski: Nacht, Tag und Nacht. Diogenes Verlag, Zürich 2000 (3. Aufl.). 8,90 €. Literarische Verdichtung polnisch-jüdisch-russisch-deutscher Beziehungen von ca. 1930-1960. Interessant.

Thomas Urban: Deutsche in Polen. Geschichte und Gegenwart einer Minderheit. C. H. Beck Verlag, München 2000. Lesenswerter Überblick, gute Einführung. (nur noch antiquarisch)

 

 

Norman Davies, Roger Moorehouse: Die Blume Europas. Breslau - Wrocław - Vratislavia. Die Geschichte einer mitteleuropäischen Stadt. Verlag Droemer, München 2002. Geschichte Breslaus, besonders interessant, weil aus Sicht britischer Historiker. (nur noch antiquarisch)

Klaus Klöppel: Breslau. Niederschlesien und seine tausendjährige Hauptstadt. Trescher Verlag, Berlin 2018 (6. Aufl.). € 16,95.

Marek Krajewski: ist 1966 geboren und hat inzwischen sechs Krimis vorgelegt, die atmosphärisch dicht und gut recherchiert das Leben und Sterben in Breslau zwischen 1919 und 1945 schildern. Die Titel (mit Jahr der Handlung in Klammern) lauten Gespenster in Breslau (1919), Pest in Breslau (1923), Der Kalenderblattmörder (1927), Tod in Breslau (1933), Finsternis in Breslau (1937) und Festung Breslau (1945). Alle sind bei dtv, München, erschienen und kosten zwischen € 8,95 und € 14,90.

Eduard Mühle: Breslau - Geschichte einer europäischen Metropole. Böhlau Verlag, Köln 2015. € 29,99. Hervorragende, verständlich geschriebene Stadtgeschichte von den Ursprüngen bis ins Jahr 2014.

Roswitha Schieb, Tanja Krombach: Literarischer Reiseführer Breslau. Sieben Stadtspaziergänge. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2009 (2. Aufl.). € 19,80. Sehr inspirierend.

Gregor Thum: Die fremde Stadt. Breslau 1945. Siedler Verlag, Berlin 2003 (2. Aufl.). Bestes und umfangreichstes Buch zur Nachkriegsgeschichte. (leider nur noch antiquarisch)

 

 

Martin Brand, Anna Brixa: CityTrip Danzig. Reise Know-How Verlag Rump, Bielefeld 2017. € 11,95. Guter, aktueller und kompakter Führer. Beide Autoren sind EOL-Reiseleiter.

Stefan Chwin: Tod in Danzig. Rowohlt Tb Verlag, Reinbek 2005. Roman über Einzelschicksale während des Bevölkerungsaustauschs nach dem Zweiten Weltkrieg. (nur noch antiquarisch)

Paweł Huelle: Mercedes Benz. dtv, München 2005. Familienroman, in dem die polnische Geschichte des 20. Jh. verdichtet wird. (nur noch antiquarisch)

Peter Oliver Loew: Danzig. Biographie einer Stadt. Beck Verlag, München 2011. € 24,95.

Peter Oliver Loew: Literarischer Reiseführer Danzig. Zehn Stadtspaziergänge. Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam 2018. € 19,80. Sehr lesenswert.

 

 

Tadeusz Borowski: Bei uns in Auschwitz. btb Verlag, München 2008. € 9,99. Sehr eindringliche Beschreibungen des Lageralltags. Borowski war Häftling in Birkenau.

Martin Brand, Robert Kalimullin: CityTrip Krakau. Reise Know-How Verlag Rump, Bielefeld 2017. € 11,95. Guter, aktueller und kompakter Führer. Mitautor Martin Brand ist EOL-Reiseleiter.

Roman Frister: Die Mütze oder Der Preis des Lebens. Siedler Verlag, Berlin 1997. Autobiographie. Kindheit in Bielitz, Jugend in Krakau während der NS-Okkupation, Auschwitz und anderen Lagern, danach in „Volkspolen“, Israel und im demokratischen Polen. Sehr empfehlenswert. (nur noch antiquarisch)

Primo Levi: Ist das ein Mensch? dtv, München 2010. € 7,90. Über sein Jahr in Auschwitz.

Andrea Löw, Markus Roth: Juden in Krakau unter deutscher Besatzung. Wallstein Verlag, Göttingen 2011. € 19,90.

Uwe von Seltmann: Es brennt. Mordechai Gebirtig, Vater des jiddischen Liedes. Homunculus Verlag 2018. € 38,-.

Sybille Steinbacher: Auschwitz: Geschichte und Nachgeschichte. Beck Verlag, München 2015. € 8,95.

Adam Zagajewski: Ich schwebe über Krakau. Hanser Verlag, München 2000. € 19,90. Erinnerungen Zagajewskis an seine Jugend in Krakau während der 60er Jahre.

 

 

Hanna Krall: Eine ausnehmend lange Linie. Verlag Neue Kritik, Frankfurt/M. 2005. € 17,-. Polnisch-jüdische Geschichte am Beispiel eines Mietshauses in Lublin.

Hanna Krall: Existenzbeweise. Verlag Neue Kritik, Frankfurt/M. 1995. € 19,50. Polnisch-jüdische Lebenswege vor und nach 1945. Sehr empfehlenswert. Mit Leżajsk-Reportage.

Hanna Krall: Tanz auf fremder Hochzeit. Verlag Neue Kritik, Frankfurt/M. 1993. Eindringliche Geschichten/ Reportagen über das Leben und Sterben polnischer Juden. Mit Łańcut- und Izbica-Reportagen. Sehr gut! (nur noch antiquarisch)

 

 

Hanna Krall: Dem Herrgott zuvorkommen. Verlag Neue Kritik, Frankfurt/M. 1992. € 17,-. Gespräch mit Marek Edelman über den Aufstand im Warschauer Ghetto. Sehr empfehlenswert.

Władysław Stanisław Reymont: Das Gelobte Land (2 Bände). Dietrich'sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1984. Handlungsort Lodz. (nur noch antiquarisch)

 

 

Maria Cecilia Barbetta u.a.: Little Global Cities. Sarajevo. Christof Kerber Verlag 2014. € 19,95. Aspekte der Stadt jenseits ausgetretener touristischer Pfade.

Slavenka Drakulić: Keiner war dabei. Kriegsverbrechen auf dem Balkan vor Gericht. Zsolnay Verlag, Wien 2014 (Neuaufl.). € 17,90.

Aleksandar Hemon: Die Sache mit Bruno. Btb Verlag, München 2002. Auch als E-Book für € 7,99. Erzählungen aus Vorkriegsbosnien und dem amerikanischen Exil. Klasse! Sehr empfehlenswert! (nur noch antiquarisch)

Miljenko Jergović: Sarajevo Marlboro. Schöffling Verlag, Frankfurt/M. 2009. € 18,90. Kurze, lakonisch-sarkastische Skizzen, wie der Krieg den Alltag verändert und zerstört. Empfehlenswert!

Dževad Karahasan: Sara und Serafina. Suhrkamp, Frankfurt/M. 2014 (Erstübersetzung 2000). € 8,99. Roman über das Leben im belagerten Sarajevo, über Schuldgefühle und eine bosnisch-jüdische Freundschaft.

Dževad Karahasan: Tagebuch der Aussiedlung. Wieser Verlag, Klagenfurt 1993. € 14,80. Essayistisches Porträt Sarajevos mit Überlegungen zur Multikulturalität der Stadt und ihre Zerstörung.

Ivan Lovrenović: Bosnien und Herzegowina. Eine Kulturgeschichte. Folio Verlag, Wien/Bozen 1999 (2. Aufl.). Sehr gute differenzierte Darstellung der komplexen Verhältnisse. Synthetisch, aber nicht zwangsharmonisierend. Nicht nationalistisch, aber auch nicht gleichmacherisch. (nur noch antiquarisch)

Miloš Okuka, Gero Fischer (Hgg.): Europa erlesen. Mostar. Wieser Verlag, Klagenfurt 2008. € 14,95.

Miloš Okuka, Gero Fischer (Hgg.): Europa erlesen. Terra Bosna. Wieser Verlag, Klagenfurt 2002. € 29,90. Wunderbare Anthologie. Gedichte, Prosa, Reisebilder. Sehr empfehlenswert!

Erich Rathfelder: Sarajevo und danach. Sechs Jahre Reporter im ehemaligen Jugoslawien. Beck'sche Reihe, München 1998. Detaillierte Schilderung des Kriegsverlaufs. Differenzierte Urteile ohne Gleichmacherei. (nur noch antiquarisch)

Joe Sacco: Bosnien. Edition Moderne 2010. € 25,-. Comic über Entstehung und Verlauf des Krieges in den 1990ern.

Joe Sacco: Sarajevo. Edition Moderne 2015. € 22,-. Comic.

Saša Stanišić: Wie der Soldat das Grammofon repariert. Btb Taschenbuch 2010 (Original 2006). € 9,99. Ganz außergewöhnlich gutes Buch des jungen Autors aus (und auch über) Višegrad. Voller Liebe und Weisheit, Skurilität und Komik und Traurigkeit.

 

 

David Albahari: wurde 1948 geboren, lebte lange in Zemun und ist der wichtigste zeitgenössische serbische Autor. Herausragend ist Götz und Meyer (Schöffling 2003, € 19,95), seine literarische Verarbeitung der Judenvernichtung in Belgrad.

Jens Becker, Achim Engelberg (Hgg.): Serbien nach den Kriegen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 2008. € 15,-. Gute Zusammenstellung wichtiger Texte.

Marie-Janine Calic: Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. Verlag C.H. Beck, München 2014 (2. Aufl.). € 26,95.

Peter Handke, Zarko Radakovic, Norbert Wehr (Hgg.): Die tragische Intensität Europas - Eine Literatur aus Serbien. Schreibheft - Zeitschrift für Literatur 71. Rigodon Verlag, Essen 2008. € 12,-.

Danilo Kiš: lebte von 1935 bis 1989 und gilt vielen als der wichtigste Autor des modernen Jugoslawiens. Der Sammelband Familienzirkus (2014, € 34,90) enthält auf knapp 1000 Seiten u.a. die äußerst lesenswerte Trilogie Frühe Leiden, Garten, Ascheund Sanduhr.

Erich Rathfelder: Sarajevo und danach. Sechs Jahre Reporter im ehemaligen Jugoslawien. Beck'sche Reihe, München 1998. Detaillierte Schilderung des Kriegsverlaufs. Differenzierte Urteile ohne Gleichmacherei. (nur noch antiquarisch)

Ursula Rütten (Hg.): Belgrad, mein Belgrad. Sechs Autoren porträtieren ihre Stadt. Rotbuch Verlag, Hamburg 1998. (nur noch antiquarisch)

Jörg Schulte (Hg.): Europa erlesen. Belgrad. Wieser Verlag, Klagenfurt 2000. € 14,95. Wie gewohnt gute Anthologie. Gedichte, Prosa, Reisebilder. Empfehlenswert!

Aleksandar Tišma: Alle Titel (bei dtv oder Hanser) geben ein Bild über das Leben in Jugoslawien bis in die 1960er Jahre, reflektieren die historischen Verwerfungen, insbesondere auch die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die Romane Das Buch Blam (1995) und Kapo (1997) spielen in Novi Sad.

 

 

Marie-Janine Calic: Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. Verlag C.H. Beck, München 2014 (2. Aufl.). € 26,95. Sehr gute sozialhistorische Einführung.

Milan Mijalkovic/Katharina Urbanek: Skopje. The World's Bastard - Architecture of the Divided City. Wieser Verlag, Klagenfurt 2011. € 21,-. Gute Informationen zum Projekt Skopje 2014 (englisch).

Ost-West Europäische Perspektiven: Land am Rand der Mitte Europas - Makedonien. Heft 1/2015. € 6,50. Editorial und Inhaltsverzeichnis unter www.owep.de/ausgabe/2015-1, Bestellinformationen unter www.owep.de/nachbestellen. Sammlung aktueller und interessanter Aufsätze, sehr empfehlenswert.

Luan Starova: Zeit der Ziegen. Unionsverlag, Zürich 1999. (nur noch antiquarisch)

Vlada Urosevic: Meine Cousine Emilia. Dtv, München 2013. € 14,90. Spielt in Skopje nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

 

 

Nikos Dimou: Die Deutschen sind an allem schuld. Antje Kunstmann Verlag 2014. € 9,95. Ein Büchlein, das zum Denken über das europäische Zusammenleben anregt, ohne den Humor zu verlieren. (Geneviève Lüscher, NZZ am Sonntag)

Nikos Dimou: Über das Unglück, ein Grieche zu sein. Antje Kunstmann Verlag 2012 (8. Aufl.) (Griechische Erstausgabe 1975!). € 7,95. Dimou ist ein streitbarer Zeitgenosse, der keine Tabus kennt, wenn er Kritik an den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen in seinem Heimatland übt. (Gerd Höhler, Der Tagesspiegel)

Orkun Ertener: Lebt. Roman. Fischer TB 2016 (zuerst erschienen 2014). € 10,99. Unterhaltsamer Krimi, der u.a. in Köln, Hamburg, Berlin, Marseille, London, vor allem aber in Thessaloniki spielt. Man erfährt sehr viel über jüdisches Leben, Geschichte, die deutsche Okkupation der Stadt, die besondere Gruppe der Dönme und Sabbatai Zwi. Literarisch nicht durchgehend ganz stark, dennoch unbedingt empfehlenswert!

Victoria Hislop: Eine Geschichte von Liebe und Feuer. Aus dem Englischen von Angelika Felenda. Diana Verlag 2014 (Taschenbuchausgabe). € 9,99. Schöner, vielschichtiger, einfühlsamer, wider Erwarten nicht verkitschter, unterhaltsamer, aber nicht flacher Roman, der die Geschichte Thessalonikis im 20. Jahrhundert zum Inhalt hat und die Auswirkungen der großen Politik auf die kleinen Leute zeigt.

Panos Karnezis: Kleine Gemeinheiten. Dtv 2007. € 9,90. Beeindruckende Erzählungen aus einem griechischen Dorf.

Petros Markaris: Finstere Zeiten. Zur Krise in Griechenland. Diogenes 2013. € 10,-. Aufsätze und Reden des Krimi- und Drehbuchautors zur Krise aus den Jahren 2009-2012, dennoch aktuell. Differenzierte Beobachtungen ohne einseitige Schuldzuweisungen.

Mark Mazower: Griechenland unter Hitler. Das Leben während der deutschen Besatzung 1941-44. S. Fischer Verlag 2016. € 29,99.

Mark Mazower: Salonica. City of ghosts. Christians, Muslims and Jews 1430-1950. Harper Collins 2005. € 14,29. DAS Buch über Thessaloniki. Hat maßgeblich zur Wiederentdeckung lange tabuisierter Aspekte beigetragen. A tremendous book about a city unique not just in Europe, but in the entire history of humanity. (Jan Morris, Guardian)

 

 

Frank Dietze, Alite Shkelzen: Albanien. Städte und Landschaften zwischen Mittelmeer und Balkan. Trescher Verlag, Berlin 2018. € 19,95. Gut.

Ismail Kadare: ist 1936 in Gjirokaster geboren und der wichtigste albanische Gegenwartsautor. Die hier aufgeführten Werke spielen überwiegend in Albanien:
* Chronik in Stein. Fischer Tb, Frankfurt/M. 2012 (3. Aufl.). € 11,-. Spielt nach dem Zeiten Weltkrieg in Kadares Heimatstadt Gjirokaster.
* Der Raub des königlichen Schlafs: Kleine Romane und Erzählungen. Fischer Tb, Frankfurt/M. 2010. € 10,95. Schöne Zusammenstellung 16 kleinerer Texte aus den Jahren 1983 bis 2000.
* Der Nachfolger. Fischer Tb, Frankfurt/M. 2009 (2. Aufl.). € 8,95. Sehr gelungene Schilderung der Ereignisse rund um den wohl fingierten Selbst-Mord von Hoxhas designiertem Nachfolger Mehmet Shehu 1981.

Renovabis (Hg.): Ost-West Europäische Perspektiven 11 (2010), Heft 4. Kleines Land mit großer Geschichte – Schwerpunkt Albanien. € 6,50 + Versandkosten. Volltext verfügbar unter http://www.owep.de/ausgabe/2010-4, bestellbar telefonisch unter 08161 / 5309-71 oder im Internet unter http://www.owep.de/nachbestellen. Sehr gute Zusammenstellung.

Oliver Jens Schmitt: Die Albaner: Eine Geschichte zwischen Orient und Okzident. Verlag C.H. Beck, München 2018 (2. Aufl.). € 16,95.

Anila Wilms: Das albanische Öl oder Mord auf der Straße des Nordens. Transit, Berlin 2012. € 18,80. Basiert auf einer realen Geschichte um einen Mord an drei US-Amerikanern in den 20er Jahren.

 

 

Iskra Baeva, Evgenia Kalinova: Bulgarien von Ost nach West: Zeitgeschichte ab 1939. Braumüller Verlag, Wien 2009. Sehr guter Überblick über die Nachkriegsentwicklung. (nur noch antiquarisch)

Dimitré Dinev: Engelszungen. Btb, München 2007. € 10,99. Erzählung über die Lebenswege zweier Familien aus Plovdiv mit interessanten Einblicken in die bulgarische Geschichte. Lesenswert!

Thomas Frahm: Die beiden Hälften der Walnuss - Ein Deutscher in Bulgarien. Books on Demand, Norderstedt 2016. € 22,-. 14 lesenswerte Texte des langjährigen EOL-Partners.

Thomas Frahm: Oh, Bulgarien - Land und Leute, Kultur und Gesellschaft. Books on Demand, Norderstedt 2017. € 22,-. Perfekter Einstieg in unsere Reise.

Valeria Jäger, Alexander Sitzmann (Hgg.): Plovdiv. Aus der Reihe Europa erlesen. Wieser Verlag, Klagenfurt 1999. € 14,95.

Angelika Schrobsdorff: Grandhotel Bulgaria. Heimkehr in die Vergangenheit. Dtv, München 2002. € 11,90. Ungeschminkter Bericht über ihre Bulgarienreise Ende der 1990er Jahre.

Ilija Trojanow: Die fingierte Revolution. Bulgarien, eine exemplarische Geschichte. Dtv, München 2006. Sehr gute Darstellung der Wendezeit. (leider nur noch antiquarisch)

Vladimir Zarev: Verfall. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2017. € 19,99. Gilt im Land als „der“ Wenderoman.

 

 

Laura Balomiri (Hg.): Europa erlesen – Hermannstadt/Sibiu. Wieser Verlag, Klagenfurt 2007. € 14,95. Gute Auswahl der EOL-Partnerin.

Axel Barner (Hg.): Bukarest – Ein literarisches Porträt. dipa-Verlag, Frankfurt a.M. 1997. Gelungene Zusammenstellung, u.a. mit Texten von Hans Magnus Enzensberger und Herta Müller, ausführliches Nachwort. (nur noch antiquarisch)

Axel Barner (Hg.): Europa erlesen – Bukarest. Wieser Verlag, Klagenfurt 1999. € 14,95. Ebenfalls gelungene, breitere Auswahl.

Mircea Cartarescu: Hervorragender Schriftsteller (Jahrgang 1956). Alles von ihm ist lesenswert, z.B. die Romane Nostalgia (2009, antiquarisch) und Travestie (2010, € 17,90), der Erzählband Warum wir die Frauen lieben (2008, antiquarisch) oder die Trilogie Die Wissenden (2009, € 16,90), Der Körper (2014, € 14,90) und Die Flügel (2016, € 12,90).

Birgitta Gabriela Hannover Moser: Bukarest. Die rumänische Hauptstadt und ihre Umgebung. Trescher Verlag, Berlin 2018 (4. Aufl.). € 14,95.

Birgitta Gabriela Hannover Moser: Rumänien - Kunstschätze und Naturschönheiten. Trescher Verlag, Berlin 2015 (5. Aufl.). € 19,95. Neuauflage für März angekündigt.

Birgitta Gabriela Hannover Moser: Siebenbürgen. Rund um Kronstadt, Schäßburg und Hermannstadt. Trescher Verlag, Berlin 2018 (4. Aufl.). € 18,95.

Norman Manea: Die Rückkehr des Hooligan. Ein Selbstporträt. Carl Hanser Verlag 2004. € 26,-. Manea überlebte als Kind die Lager in Transnistrien und musste unter Ceausescu emigrieren. Meisterliche Sprache.

Harald Roth: Kleine Geschichte Siebenbürgens. Böhlau Verlag, Köln 2012. € 23,-. Guter Einstieg.

Richard Wagner: Habseligkeiten. Aufbau-Verlag, Berlin 2006. € 12,99. Hervorragend geschriebene Familiengeschichte, spielt im Banat.

Richard Wagner: Sonderweg Rumänien – Bericht aus einem Entwicklungsland. Rotbuch Verlag, Berlin 1991. Sammlung intelligenter Essays aus der Zeit des Umbruchs. Mit Personenregister. (nur noch antiquarisch)

 

 

Klaus Bochmann u.a. (Hgg.): Die Republik Moldau – Ein Handbuch. Universitätsverlag, Leipzig 2012. Umfassende (748 Seiten) Informationen zu Geschichte, Politik und Gesellschaft. Sehr gut! (nur noch antiquarisch)

Peter Franke u.a. (Hgg.): Moldova. Politik, Gesellschaft, Kultur. Wostok Verlag, Berlin 2008. € 5,50.

Edgar Hilsenrath: Nacht. Eule der Minerva Verlag, Berlin 2016. € 25,-. Sehr eindrucksvolle literarische Verarbeitung des Lebens und Sterbens in einem transnistrischen Getto.

Pyotr Magnus Nedov: Zuckerleben. DuMont Buchverlag, Köln 2014. € 9,99. Spielt in den 90ern unter anderem in der moldauischen Kleinstadt Donduşeni sowie 2011 in Italien. Köstlich.

 

 

Helmbrecht Breinig: Poetischer New York Führer. Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2005. NYC in und mit Gedichten von Walt Whitman, Allen Ginsberg, Derek Walcott u.v.a. (nur noch antiquarisch)

Lily Brett: Chuzpe. Suhrkamp 2007 (8. Aufl.). € 9,99. Ganz tolles Buch. Handlung spielt im East Village und der Lower Eastside. Lustig-traurig-neurotisch-lebensfroh-polnisch-jüdisch-newyorkisch.

Lily Brett: Einfach so. Roman. Suhrkamp TB 1999. € 10,-. Fast genau so gut wie Chuzpe.

Roz Chast: Ein Liebesbrief an New York. Rowohlt 2018. € 18,-. Kein Reiseführer, aber eine großartige persönliche Einführung in die Stadt von der Comic-Zeichnerin des New Yorker. Gibt’s auch auf Englisch: „Going into town“.

Jonathan Safran Foer: Extrem laut und unglaublich nah. Fischer TB (15. Aufl, erstmals 2007). € 12,-. Ein berührendes Buch über Opfer: Schelmenroman, Familienepos, Stadtporträt und psychologische Studie in einem. (Stgt. Zeitung)

Irene Jancsy (Hg.): Europa erlesen - New York. Wieser Verlag 2011. € 14,95. Schöne Anthologie mit Texten europäischer Immigranten und Reisender über die großartige Stadt.

Sana Krasikov: In Gesellschaft von Männern. Erzählungen. Luchterhand 2009. Geschichten über Frauen aus Russland, der Ukraine, Georgien, die ihr Glück in Amerika suchen. Sehr gut, lebendig, vielschichtig. (nur noch antiquarisch)

Reggie Nadelson: Russische Verwandte. Piper 2005. Krimi und zeitgeschichtliche Momentaufnahme über das Leben russisch-jüdischer Einwanderer in Brooklyn-Brighton Beach und Amerika in Zeiten von Terror und Irak-Krieg. (nur noch antiquarisch)

Gary Shteyngart: Kleiner Versager. Rororo TB 2016. € 10,99. Autobiographisch geprägte Geschichte eines 1972 in Leningrad geborenen Jungen, der 1979 mit seinen Eltern nach New York auswandert. Mit viel Humor erzählt.

Gary Shteyngart: Super Sad True Love Story. Roman. Rowohlt 2011. Rororo TB. € 9,99. Tolles Buch. Düster-komisches Bild New Yorks in nicht zu ferner Zukunft, wenn wir Pech haben. Zwischen Dostojewski und Allen.

 

 

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