28,15,0,50,1
1,600,60,1,5000,1000,20,2000
90,300,0,50,12,25,50,1,70,12,1,50,1,1,1,5000
0,1,0,0,0,40,10,5,0,1,0,15,0,1
Flanieren auf dem Tartini-Platz in Piran Foto: Florica Barth
Flanieren auf dem Tartini-Platz in Piran
Flanieren auf dem Tartini-Platz in Piran
Plečniks Schusterbrücke in Ljubljana Foto: Florica Barth
Plečniks Schusterbrücke in Ljubljana
Plečniks Schusterbrücke in Ljubljana
Kulturhaupstädte 2025 mit Grenze Foto: Marco Dorigo
Kulturhaupstädte 2025 mit Grenze
Kulturhaupstädte 2025 mit Grenze
Ljubljana Foto: Thomas Reck
Ljubljana
Ljubljana
Arkaden in Ljubljana Foto: Thomas Reck
Arkaden in Ljubljana
Arkaden in Ljubljana
Julische Alpen Foto: Thomas Reck
Julische Alpen
Julische Alpen
Koper Foto: Thomas Reck
Koper
Koper
Ljubljana Foto: Thomas Reck
Ljubljana
Ljubljana
Piran Foto: Thomas Reck
Piran
Piran

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Slowenien

 

ÜBERBLICK

 

Mit Exkursionen in die Julischen Alpen (Soča-/Isonzotal) und an die Adria (Piran, Koper)

„Sowohl die Führung durch Ljubljana als auch durch Piran waren sehr interessant und boten jeweils einen guten Einblick in die Städte. Auch die Fahrt in die Berge war spannend.“

Malte Dierwald, September 2025

 

Themen der Reise:

  • Österreichische und venezianische Einflüsse und Herrschaftsstrukturen
  • Sloweniens Position im Ersten und Zweiten Jugoslawien
  • 2. Weltkrieg: Germanisierung, Italienisierung, Partisan*innenbewegung und Domobranci
  • Zerfall Jugoslawiens und Sloweniens Unabhängigkeit
  • Slowenien als Mitglied der NATO und der EU
  • Jugendstil und Plečnikbauten: Architektur Ljubljanas
  • Nova Gorica und Gorizia: (erste grenzüberschreitende) Kulturhauptstädte 2025
  • Alpen, Karst und ca. 50 km Adria: Große Vielfalt auf kleinstem Raum
  • Zahlreiche Gespräche mit Slowen*innen bieten Einblicke aus erster Hand

REISE

 

Große Vielfalt auf der Größe Hessens

Slowenien, gelegentlich auch verwechselt mit der Slowakei oder Slawonien, wurde lange Zeit in Deutschland nur wenig beachtet. Doch das Interesse an diesem Land wächst stetig, der Tourismus nimmt zu und das nicht erst seit seiner Präsenz als Gastland bei der Frankfurter Buchmesse 2023.
 
Denn Slowenien beeindruckt durch seine einzigartige Mischung aus slawischen, österreichischen und venezianischen Kultureinflüssen sowie einer atemberaubenden Vielfalt zwischen Alpen und Adria. Dabei gibt es zahlreiche kulturelle Verbindungen zwischen Deutschland, Österreich und Slowenien, die häufig übersehen werden. So steht in vielen Küchen ein „Gorenje“-Herd oder Kühlschrank – der Markenname leitet sich vom slowenischen Begriff „Gorenjska“ für Oberkrain ab.

 

Slawentum zwischen Wien und Venedig

Im 6. Jahrhundert n. Chr. wanderten slawische Menschen in das Gebiet des heutigen Slowenien ein. Von 626 bis 745 existierte das selbstständige slawische Fürstentum Karantanien, welches als politisches Zentrum der slowenischen Ethnogenese gilt. Danach
kam das Land unter die Oberherrschaft der Baiernherzöge und später unter Karl den Großen zum fränkischen Kaiserreich. Ab dem 13. Jahrhundert gerieten die slowenischen Siedlungsgebiete schrittweise unter habsburgische Kontrolle, während Venedig Teile der istrischen Adriaküste und Friaul beherrschte.

Anfänge eines slowenischen nationalen Erwachens fallen in die Zeit der Reformation: Forderungen nach Gottesdienst und Predigt in der Volkssprache wurden laut, der Geistliche Primož Trubar schuf mit seiner Übersetzung des Neuen Testaments die Grundlage der heutigen slowenischen Schriftsprache.

Die Gegenreformation erstickte diese Entwicklungen zunächst, doch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es durch die Reformen Maria Theresias und Josephs II. zu einem erneuten Aufschwung.

Die nationale Bewegung erfuhr weiteren Auftrieb durch die Französische Revolution und die kurzzeitige Zugehörigkeit Sloweniens zu den „Illyrischen Provinzen“ (1809–1813) des französischen Kaiserreichs, mit Ljubljana als Hauptstadt.

Nach dem Wiener Kongress 1815 kam Slowenien zurück zu Österreich, und trotz des Metternichschen Absolutismus blühte die nationale Identität, besonders in Sprache und Kultur. Eine herausragende Rolle spielte dabei der Dichter France Prešeren.

Politische Erfolge blieben jedoch aus, da Forderungen nach einem eigenen Kronland und einer slowenischen Universität in Ljubljana bis 1918 von den Herrschenden verhindert wurden. So gewann die Idee des Jugoslawismus ab Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend Anhänger. Nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie kam es am 29.10.1918 zur Proklamation des unabhängigen „Staates der Serben, Kroaten und Slowenen“ (ab 1929 diktatorisch regiertes „Königreich Jugoslawien“).

 

Jugoslawische Preußen und heimliche Schwaben

Die Jahrhunderte lange österreichisch-deutsche Herrschaft (und in geringerem Maße die venezianische) hat in vielen Bereichen - Architektur, Sprache, Alltag - Spuren hinterlassen. So galten die Slowen*innen in Jugoslawien als die „jugoslawischen Preußen“, aufgrund ihrer Sauberkeitsliebe wurden sie manchmal auch als „heimliche Schwaben“ bezeichnet.

Das erste Jugoslawien, eine Monarchie, stellte für Slowenien eine große Enttäuschung dar. Nach der Volksabstimmung in Kärnten und dem Vertrag von Rapallo im Jahr 1920 lebte ein Viertel der slowenischen Bevölkerung außerhalb der Landesgrenzen. Innenpolitisch sorgten der serbische Zentralismus und die daraus resultierende Dominanz für Unzufriedenheit.

1941 wurde Slowenien zwischen Deutschland, Italien und Ungarn aufgeteilt. Der deutsche Teil wurde brutal germanisiert und musste sich dem „Steirischen Heimatbund“ anschließen. Widerstand wurde hart bestraft – durch Internierung oder Deportation.

Gegen die Besatzung formierte sich die kommunistisch dominierte Partisan*innenbewegung, die mit Unterstützung der Alliierten das Land im Frühjahr 1945 von den Deutschen befreite. Ebenfalls Widerstand leisteten die sogenannten „Domobranci“ (Heimwehr), die aber vorwiegend gegen die Kommunist*innen kämpften und deren Rolle bis heute umstritten bleibt. Im Sommer 1945 wurden etwa 11.000 Domobranci im Karstgebiet ermordet.

Diese und andere Taten nach 1945 sowie der Gesamtcharakter des kommunistischen Staates sind Gegenstand einer andauernden Vergangenheitsdebatte, die die slowenische Gesellschaft bis heute polarisiert.

 

Das Ende Jugoslawiens und Unabhängigkeit

Einigkeit bestand jedoch in dem Wunsch nach Unabhängigkeit. Nach Titos Tod 1980 wuchs die Unzufriedenheit mit den jugoslawischen Verhältnissen und dem zunehmenden serbischen Dominanzstreben. Zusätzlich empfanden die Slowen*innen es als ungerecht, als wohlhabendste Republik den armen Süden Jugoslawiens unterstützen zu müssen. So stimmten beim Referendum am 26. Dezember 1990 88,5 % für die Unabhängigkeit Sloweniens, die am 25. Juni 1991 offiziell erklärt wurde. Daraufhin folgte der „10-Tage-Krieg“ gegen die Jugoslawische Volksarmee, der im Vergleich zu den späteren Konflikten in Kroatien und Bosnien-Herzegowina weniger Opfer forderte (etwa 60 Todesopfer).

Seither hat sich vieles verändert. 2004 trat das als „Musterbeispiel“ unter den Beitrittskandidaten bezeichnete Land der EU und der NATO bei. Häufig wurde der alpin-adriatischen Republik innerhalb der EU eine wichtige Brückenfunktion zu den anderen postjugoslawischen Staaten angetragen. Dennoch begann 2011 Sloweniens Ruf als wirtschaftlich solider und erfolgreicher EU-Staat etwas zu bröckeln. Zu den vielfältigen Ursachen zählte auch der wiederaufflammende Streit um die Piraner Bucht. Aus Zagrebs Sicht verläuft die Grenze durch die Mitte der Bucht, weshalb Kroatien den Schiedsspruch der EU von 2017, der den Großteil der Bucht Slowenien zusprach, nicht akzeptierte und weiterhin auf eine Teilung besteht.

 

PROGRAMM

 

Vorgesehenes Reiseprogramm

Tag Programm
1. Tag
  • Abfahrt ab München (ca. 12:00 Uhr) mit dem EC über Villach nach Ljubljana (Ankunft ca. 18:30 Uhr)
2. Tag

Ljubljana – Annäherung an die Stadt

  • Ausführliche Stadtführung durch Ljubljana: Burgberg, Alt- und Innenstadt mit Barock-, Jugendstil- und Plečnikbauten, Informationen zu: Stadtgeschichte, österreichische Einflüsse, Alltagsleben, Rolle der Kirche u.a.
3. Tag

Die Bedeutung Jože Plečniks

  • Besuch des Friedhofes in Žale ("Plečniks Totenstadt")
  • Führung durch das ehemalige Wohnhaus des Architekten
  • Spaziergang zum "Metelkovo Mesto" (ehem. Kasernen mit Gefängnis, heute "alternatives" Kulturzentrum mit Clubs, Discos, Jugendhotel u.a.)
  • Gespräch über die soziale Situation Sloweniens
4. Tag

Erster Weltkrieg in Slowenien, julische Alpen & die jüngste Stadt Sloweniens

  • Fahrt über Bled - Zwischenstopp am schönen See und Kranjska Gora, die spektakuläre Alpenstraße über den Vršič-Pass, Möglichkeit zu einer kleinen Wanderung
  • Fahrt durch das Soča-/Isonzota und den Triglav-Nationalpark
  • Weiterfahrt nach Nova Gorica
5. Tag

Kulturhaupstädte 2025, Karst & Venezianische Adria

  • Stadtführung Nova Gorica und Gorizia
  • Besuch der Synagoge in Gorizia und des jüdischen Friedhofs in der Nähe von Nova Gorica
  • Weiterfahrt durch das Karstgebirge über Koper/Capodistria nach Piran
6. Tag
  • Stadtführung durch Piran
  • Gespräch zur Situation der italienischen Minderheit
  • Zeit zur eigenen Erkundung der Stadt
7. Tag
  • Abfahrt ab Piran (ca. 8.00 Uhr) mit dem Reisebus nach Villach, anschließend Weiterfahrt mit dem EC nach München (Ankunft ca. 16.00 Uhr)

 

PREISE & LEISTUNGEN

 

Preise 2026:

  • € 1.630,– ohne An-/Abreise (ab Ljubljana/bis Piran oder Villach)
  • € 1.770,– inkl. Gruppenbahnfahrt (ab/bis München)

Im Preis enthalten sind:

  • Vorbereitungsmaterialien
  • Falls gebucht: Bahnreisen München-Ljubljana/Villach-München
    im EC (2. Kl.)
  • Alle Reisebusfahrten im Land ab/bis Villach
  • 6 Übernachtungen im DZ (Bad/WC) in Mittelklassehotels in Ljubljana (3, City Hotel oder B&B, sehr zentral), Nova Gorica (1, Hotel Lipa) und Piran (2, Hotel Barbara Fiesa)
  • Halbpension (6 Tage)
  • Komplette Programmkosten, Eintrittsgelder und Reiseleitung (EOL und slowenische Reiseleitung)

Zusätzliche Kosten (fakultativ):

  • Einzelzimmer: € 340,–

 

REISEKOMBINATIONEN

Kombinierbar mit:



HINWEISE

 

Einreiseinformationen

  • Deutsche Staatsangehörige: Bei einem Aufenthalt in Slowenien müssen deutsche Staatsangehörige in der Lage sein, sich durch einen gültigen amtlichen Lichtbildausweis (Pass; Personalausweis) zur Person ausweisen zu können. Kann die Identität einer Person gegenüber der slowenischen Polizei nicht durch ein Reisedokument nachgewiesen werden, droht ein hohes Bußgeld.
  • Staatsangehörige anderer Staaten: Wir informieren Sie gerne über die Einreisebestimmungen
  • Bitte beachten Sie unsere organisatorischen Hinweise
  • Bitte beachten Sie auch die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts


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SLOWENIEN

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