Ex Oriente Lux Info 162
Donnerstag, 18. Juni 2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Reisefreundinnen und Reisefreunde,
wir grüßen Sie mit erfreulichen Neuigkeiten aus dem EOL-Büro: Seit Anfang Juni verstärkt Sofija Onufriv wieder das Berliner Team und bereichert unser Tagesgeschäft durch ihre langjährige Erfahrung. Willkommen zurück, Sofija!
Während wir derzeit die Ukraine wegen des fortdauernden russischen Angriffskriegs leider nicht bereisen können, reist die im Wallsteinverlag erscheinende „Ukrainische Bibliothek“ durch Deutschland und die Schweiz. Freuen Sie sich auf eine hochkarätige Veranstaltungsreihe zur ukrainischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts mit Serhij Zhadan, Katja Petrowskaja, Claudia Dathe, Irina Bondas und Yuriy Gurzhy (und Sofija Onufriv als Dolmetscherin).
Aktuell stellen wir bereits die Reisetermine für die kommende Saison zusammen, über die wir Sie im nächsten Newsletter informieren. In diesem Jahr gibt es noch einige freie Plätze auf unseren Sommer- und Herbstreisen.
Auch mit dieser Newsletter-Ausgabe versorgen wir Sie wie gewohnt mit Veranstaltungshinweisen, Fernseh- und Radiotipps sowie Neuigkeiten aus der Ukraine.
Wir wünschen Ihnen eine erbauliche Lektüre und grüßen Sie ganz herzlich:
Jürgen Bruchhaus, Fanny Stroh, Andreas Kunz, Anna Brixa, Christoph Maisch, Martin Brand, Joschka Hofmann und Sofija Onufriv
Freie Plätze auf unseren Sommerreisen
Auf einigen unserer Sommerreisen sind noch Plätze verfügbar. Auch bei kurzfristigem Interesse: Fragen Sie gerne nach, oft lässt sich eine Reiseteilnahme noch spontan ermöglichen.
Aktuell gibt es noch freie Plätze auf folgenden Reisen im Juli und August; weitere freie Plätze auf unseren Herbstreisen finden Sie auf unserer Homepage:
Westpommern 21.6.–27.6.
Podlachien 4.7.–11.7.
Litauen 10.7.–19.7.
Lettland 18.7.–26.7.
Lodz 19.7.–25.7.
Westpommern 9.8.–15.8.
Danzig 16.8.–22.8.
Podlachien 29.8.–5.9.
Slowenien 30.8.–5.9.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
Ukrainische Bibliothek on Tour in Deutschland und in der Schweiz
Veranstaltungsreihe mit den EOL-Partner*innen Serhij Zhadan und Katja Petrowskaja sowie dem Musiker Yuriy Gurzhy.
Die ab 2025 im Wallstein Verlag erscheinende »Ukrainische Bibliothek« stellt Klassiker des ukrainischen literarischen Erbes des 19. und 20. Jahrhunderts vor, herausgegeben von Claudia Dathe und Tanja Maljartschuk.
Die Texte erscheinen fast ausschließlich erstmals auf Deutsch in zeitgemäßen Übersetzungen; die insgesamt acht Einzelbände der Reihe werden dabei von namhaften Autorinnen und Autoren und anderen Intellektuellen herausgegeben und mit erhellenden Essays ergänzt, die jeweils ihren eigenen literarischen Wert haben.
Nach den ersten beiden Klassikern von Taras Schewtschenko und Lesja Ukrajinka geht die Bibliothek im Frühsommer mit weiteren zwei Bänden auf Tour.
Die Autorin Katja Petrowskaja präsentiert die von ihr herausgegebenen und mit einem Vorwort versehenen ukrainischen Meistererzählungen des 20. Jahrhunderts „Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden“ (Übersetzung: Irina Bondas). Die Übersetzerin Claudia Dathe und der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels Serhij Zhadan stellen Mychajl Semenkos Gedichte und futuristische Erzählungen „Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?“ (Übersetzung: Claudia Dathe) vor.
Die Veranstaltungen werden von EOL-Mitarbeiterin Sofija Onufriv gedolmetscht.
Termine:
20.6., 19:00, Flensburg
22.6., 19:30, Hamburg
23.6., 19:00, Basel
24.6., 19:30, Zürich
25.6., 19:30, Berlin
Details zu den einzelnen Terminen und Stream-Möglichkeiten finden Sie weiter unten in unserer Veranstaltungsübersicht.
Aktuelles aus dem östlichen Europa: Politik und Gesellschaft
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Albaniens „Flamingo-Revolution“ Wie ein umstrittenes Luxusprojekt von Jared Kushner und Ivanka Trump zum Ausgangspunkt einer breiten Protestbewegung wurde. (rosalux.de)
Der griechische Höhenflug und seine Schatten Im Norden Griechenlands erblüht Thessaloniki als Tor zum Balkan, doch Athen und Attika geben mehr denn je den Ton an. Die Wirtschaft fordert mehr Dezentralisierung. (faz.net)
Riskanter Alleingang: Rumäniens Präsident Dan in der Kritik Mitten in der politischen und finanziellen Krise in Rumänien nominiert Präsident Nicusor Dan überraschend einen neuen Kandidaten als Premierminister. Kritiker sprechen von Machtmissbrauch und vom Bruch demokratischer Regeln. (dw.com)
Schritt in eine stabilere Zukunft: Warum Rumänien zügig den Euro einführen sollte Die Reformen zum Beitritt in die Eurozone muss das Land ohnehin umsetzen. In unsicheren Zeiten wird die Nähe zum Kern der EU wichtiger, meint Rumäniens Vize-Zentralbankchef Leonardo Badea. (tagesspiegel.de)
Zwei Länder auf der langen Zielgeraden zur EU Am 15.6. begannen die Verhandlungen über einen EU-Beitritt mit der Ukraine und Moldau. Der Aufnahmeprozess könnte Jahre dauern. Der ukrainische Präsident Selenskyj drückt deshalb aufs Tempo. (tagesschau.de)
Von der Zivilgesellschaft bis zu den Universitäten: Der Zerfall der Demokratie in Georgien Die georgische Regierung treibt Schritt für Schritt ihre autoritäre Politik voran. Dabei dringt sie bis auf die persönlichsten Ebenen der Menschen vor. Doch die Gesellschaft zeigt bemerkenswerten Widerstand. (zois-berlin.de)
Muss die EU osteuropäischer werden? Bei der Konferenz „Debates on Europe“ in Georgiens Hauptstadt Tiflis wird deutlich, was auf dem Spiel steht, wenn die Westeuropäer nicht verstehen, was im Osten des Kontinents passiert. (faz.net)
Koalitionsbruch in Litauen: Schon wieder eine neue Regierung Die Rechtspopulisten fliegen aus der litauischen Regierungskoalition. Der Parteivorsitzende hatte im Netz Verbrechen Nazideutschlands verharmlost. (faz.net)
Warum ganz Bosnien dieses Lied zur Fußball-WM singt Nach dem Sieg gegen Italien fährt Bosnien und Herzegowina zur WM 2026. Gefeiert wird das Wunder von Zenica mit einem 15 Jahre alten Lied: "I’m from Bosnia, take me to America". Warum dieser Song für Fans, Spieler und die bosnische Diaspora so viel mehr ist als eine Fußballhymne. (mdr.de)
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Bulgarien: ESC-Sieg sorgt für Kontroversen unter Fundamentalisten und Nationalisten Es wird erwartet, dass die Gastgeberrolle Bulgariens im Jahr 2027 heftige Kontroversen auslösen wird, denn aus Sicht der Fundamentalisten wird die „Verderbtheit“ des Eurovision-Wettbewerbs das Land überschwemmen. (rgow.eu)
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Nachfolge von Christian Schmidt: Europa stellt sich in Bosnien-Politik gegen Trump Paris, Berlin und London lassen den US-Favoriten für das Amt des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina abblitzen. Die USA drohen mit Konsequenzen. (taz.de)
Aktuelles aus der Ukraine
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Russland zielt auf die kulturelle Identität der Ukraine Das Höhlenkloster in Kiew hat nicht nur hohe Bedeutung für Kunst und Religion, es ist auch ein Symbol für die Identität der Ukraine. Eine Identität, die Russland vernichten will, auch durch gezielte Angriffe auf Kulturschätze. (deutschlandfunkkultur.de)
EU beginnt Verhandlungen zum Ukrainebeitritt Nach einer zweijährigen Hängepartie hat die Europäische Union am Montag die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine eröffnet. Dabei soll es zunächst um Themen wie das Justizsystem, Grundwerte und Sicherheit gehen. (spiegel.de)
Verteidigung als Aufgabe für die ganze Gesellschaft Die ukrainischen Streitkräfte halten die russische Invasion bisher erfolgreich auf, weil sie tiefen Rückhalt in der Gesellschaft genießen. Die Ukraine zeigt, dass Widerstand gegen eine stärkere Militärmacht dank Verflechtung von Zivilgesellschaft, Industrie, Behörden und Militär möglich ist. (ukraineverstehen.de)
Monitor Luftkrieg Ukraine Vol. XVII Der Monitor Luftkrieg Ukraine analysiert den russischen Luftkrieg gegen die Ukraine. In dieser Ausgabe: Über 100.000 Angriffe seit 2022 – Ukrainische Flugabwehr immer effektiver – Ballistische Raketen bleiben langfristig gefährlich – Hintergrund: Schwarzmeer als russisches Versuchslabor (kyiv-dialogue.org)
Veranstaltungshinweise
Berlin und Brandenburg
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Berlin, noch bis 9.8.: Ausstellung „Constantin Brâncuși – große Retrospektive“. Die Ausstellung versammelt mehr als 150 Skulpturen, Fotografien, Filme und Archivdokumente aus internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen. In Rumänien wurde das Jahr 2026 offiziell zum „Brâncuși-Jahr“ erklärt. Ort: Neue Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin. Eintritt 16/8 €.
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Berlin, 22.6.-28.6.: „Polish Art Week / 7th Avant Art Festival Berlin 2026“. Das diesjährige Avant Art Festival erweitert sein Format durch einen besonderen Schwerpunkt auf polnische Kunst, die im Rahmen des Projekts „Polish Art Week“ präsentiert wird. Diverse Veranstaltungsorte in Berlin.
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Berlin, 22.6. 18:45 Uhr: Film „Innere Emigranten (Внутренние эмигранты)” (DE/FR 2026). Drei ehrenamtliche Psycholog:innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine, freiwilligen Telefondienst. Ort: Kino Krokodil, Greifenhagener Str. 32, 10437 Berlin. Eintritt 8,-/6,50 €. Weitere Termine auf der Webseite.
Berlin, 23.6. 19:00 Uhr: Podiumsdiskussion „Wohin steuert Rumänien? Zwischen Reformdruck und veränderter Rolle in Europa“. In Kooperation mit Renovabis und "Ost-West. Europäische Perspektiven" und mit Unterstützung der Europäischen Bewegung Deutschland. Ort: Hotel Dietrich Bonhoeffer Haus, Ziegelstraße 30, 10117 Berlin. Eintritt frei, Anmeldung erwünscht.
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Berlin, 23.6. 19:30 Uhr: Film „Traces (Слiди)“ (UA/PL 2026). Der Film nimmt ukrainische Frauen in den Blick, die während des russischen Angriffskriegs sexuelle Gewalt und Folter erlebt haben und sich weigern, darüber zu schweigen. Der Film schafft ein Porträt eines kollektiven Traumas, eröffnet aber auch Raum für Hoffnung. Ort: Kino Krokodil, Greifenhagener Str. 32, 10437 Berlin. Eintritt 8,-/6,50 €. Weitere Termine auf der Webseite.
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Berlin, 23.6. 21:00 Uhr: Film „In Case We Never Meet Again (Якщо ми більше не зустрінемося)“ (UA/DE/USA 2025). Ein eindringliches Porträt fernab klassischer Frontberichte. Leise beobachtet der Film die Veränderung zwischenmenschlicher Beziehungen und die Auswirkungen des Kriegsalltags auf Kinder. Ein zugleich hochaktueller und zeitloser Film über die Sehnsucht nach Verbindung in einer Welt, die jederzeit kippen kann. Ort: Kino Krokodil, Greifenhagener Str. 32, 10437 Berlin. Eintritt 8,-/6,50 €. Weitere Termine auf der Webseite.
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Berlin, 24.6., 18:00 Uhr: Film „filmPOLSKA reloaded: Listy z Wilczej / Briefe aus der Wilcza” (PL/D 2025). filmPOLSKA-Siegerfilm 2025 von Arjun Talwar. Ort: fsk Kino, Segitzdamm 2, 10969 Berlin. Eintritt 10,- / 8,- €.
Berlin, 25.6., 19:30 Uhr: Lesungen und Gespräche zur „Ukrainischen Bibliothek“ mit Katja Petrowskaja, Irina Bondas, Serhij Zhadan, Claudia Dathe. Im Anschluss lädt das Ukrainische Institut in Deutschland zu einem Umtrunk ein. Ort: Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin. Eintritt frei.
Potsdam, 25.6., 18:00 Uhr: Lesung und Gespräch „Unser Nachbar Albert Hoffmann und das ›Stanislauer Phänomen‹“. Lesung und Gespräch mit der Dichterin und Übersetzerin Halyna Petrosanjak im Rahmen der Reihe »Bukowina & Galizien – Einblicke in die Kulturlandschaften der Westukraine«. Ort: Urania »Wilhelm Foerster«, Potsdam, Gutenbergstraße 71, 14467 Potsdam. Eintritt: 9,- / 7,- €.
Berlin, 27.6., 15:30 Uhr: Film und Gespräch „Daheim“. Die geografischen Spuren in Rumänien aufsuchend, nimmt die Filmemacherin Bianca Zylla die biografische Fährte der Mutter auf und versucht, das Leben von Filmprotagonistin Bärbel als Siebenbürger Sächsin, als Teil einer deutschen Minderheit in Rumänien, zu verstehen. Ort: Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin. Eintritt: 8,- €.
Berlin, 29.6., 18:00 Uhr: Vortrag & Gespräch „Maria Skłodowska-Curie · Albert Einstein · BRIEFE · 1911-1932“. Präsentation der bislang unbekannten und nie veröffentlichten Korrespondenz zwischen Maria Skłodowska-Curie und Albert Einstein aus den Jahren 1911 bis 1932. Ort: Botschaft der Republik Polen, Unter den Linden 70, 10117 Berlin. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.
Berlin, 1.7., 17:00 Uhr: Podiumsdiskussion „Dokumentieren, Aufklären, Widerstehen: Zur Aktualität historisch ausgerichteter Menschenrechtsarbeit“. Das Dokumentieren und Aufklären über Menschenrechtsverletzungen hat angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine besondere Aktualität. Wie stellen sich die Exilorganisation Zukunft Memorial und ihre internationalen Partner dieser Aufgabe? Was kann wie in der aktuellen Lage dokumentiert werden, und durch wen? Welche Bedeutung hat die Auseinandersetzung mit sowjetischer Gewaltgeschichte für den Krieg, die Repressionen und Konflikte heute? Wie unterscheiden sich die Perspektiven in den verschiedenen Gesellschaften Osteuropas? Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8,10117 Berlin. Eintritt frei, Anmeldung erwünscht.
Berlin, 7.7., 19:30 Uhr: Gespräch „LCB diplomatique Ksenia Lutskina, Eka Kevanishvili und Oksana Pugachova“. Die Historikerin Ksenia Lutskina lebt nach ihrer Freilassung aus politischer Gefangenschaft wie so viele belarusische Autor·innen mittlerweile im Exil, die ukrainische Journalistin Oksana Pugachova haben die Kriegsereignisse im Osten der Ukraine nach Lettland verschlagen, und die georgische Lyrikerin Eka Kevanishvili ist als Journalistin in Tbilisi immer stärkeren Repressionen ausgesetzt. Wie kann man unter den gegebenen Umständen Unabhängigkeit und Integrität bewahren? Ort: Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin. Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten.
- Weitere Bundesländer (alphabetisch sortiert)
Augsburg, 23.6., 19:00 Uhr: Buchpräsentation „Bukowina. Eine europäische Vielvölkerregion“. Seit Jahrzehnten forscht die Autorin Mariana Hausleitner zur Bukowina. Sie zeichnet die historischen Grundzüge der Region unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und jüdischen Bevölkerung nach. Der Bogen wird über die Eingliederung ins Habsburgerreich, als Deutsche und Juden einwanderten, und die Zwischenkriegszeit, als die Region an Rumänien kam, bis zu den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs mit der Aufteilung zwischen der Sowjetunion und Rumänien gezogen. Ort: J.A. Schlossersche Buchhandlung, Annastraße 20, 86150 Augsburg. Eintritt frei.
Chemnitz, 27.6. 18:00 Uhr: Theater: Sofia Andruchowytsch – eine der prägnantesten Stimmen der jungen ukrainischen Literatur – schuf mit AMADOKA eine epochale Roman-Trilogie. Der tschechische Regisseur Dušan David Pařízek bringt diese mit seinem herausragenden Ensemble Prager Schauspieler:innen auf die Bühne. Parallel zu den Vorstellungen von "Amadoka" findet auf dem Theaterplatz ein Ukraine-Fest mit Musik, Essen und Folklore statt. Ort: Opernhaus Chemnitz, Theaterplatz 2, 09111 Chemnitz. Eintritt: 25,- €.
Flensburg, 20.6., 19:00 Uhr: Lesung „Zwischen Zukunft und Freiheit“. Serhij Zhadan und Katja Petrowskaja stellen Autor*innen der ukrainischen Moderne vor, darunter den Autor des ersten ukrainischen Stadtromans Walerian Pidmohylnyj und den Futuristen Mychail Semenko. Im Anschluss Konzert mit Serhij Zhadan und Yuriy Gurzhy. Museumsberg 1, 24937 Flensburg. Eintritt frei.
Hamburg, 22.6., 19:30 Uhr: Lesung „Ukrainische Bibliothek“ mit Katja Petrowskaja, Claudia Dathe und Serhij Zhadan – im Anschluss Konzert mit Serhij Zhadan und Yuriy Gurzhy. Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg. Vor Ort ausgebucht, über Stream verfügbar.
Heidelberg, 2.7., 20:15 Uhr: Lesung: Miljenko Jergović liest aus seinem neuen Buch „Das verrückte Herz“. Moderation und Übersetzung: Barbi Marković. Ort: Halle02, Zollhofgarten 2, 69115 Heidelberg. Eintritt: 16,-/12,- €.
Heilbronn, 2.7., 19:30 Uhr: Film und Gespräch „Schon lange kein Frühling – Mein Vater, Rumänien und ich“. Filmvorführung und Gespräch mit der Regisseurin Alexandra Bidian. Ort: Kinostar Arthaus-Kinos Heilbronn, Kirchbrunnenstraße 3, 74072 Heilbronn. Eintritt: 6,- €.
Jena, 25.6., 19:45 Uhr: Film „Papusza - Die Poetin der Roma“. Papusza lässt sich heimlich von einer jüdischen Buchhändlerin Lesen und Schreiben beibringen und begeistert sich für Poesie. Nach dem Zweiten Weltkrieg lernt sie den Schriftsteller Jerzy Ficowski kennen, der sie ermutigt, ihre Gedichte niederzuschreiben. Als Papuszas Werke Jahre später ins Polnische übersetzt und veröffentlicht werden, ist dies eine kleine Sensation. Ort: Kino am Markt, Markt 5, 07743 Jena. Eintritt: 8,50 €.
Köln, 24.6., 19:00 Uhr: Film und Gespräch „Ein Nobody gegen Putin“ mit Pavel Talankin. Der Lehrer Pavel Talankin wird von den Schülern verehrt. Sein Büro ist ein Zufluchtsort für alle, die Unterstützung suchen. Doch mit dem Ausbruch des Krieges gegen die Ukraine verändert sich der Schulalltag: Gegen seinen Willen wird er in Putins Propagandamaschinerie hineingezogen und gezwungen, staatlich abgesegnete Botschaften zu verbreiten. Entsetzt über den Wandel an seiner Schule kämpft er mit Schuldgefühlen und Ohnmacht. Ort: Filmhaus Kino Köln, Maybachstr. 111 50670 Köln. Eintritt 7,- €.
Österreich und Schweiz
Basel, 23.6., 19:00 Uhr: Lesung „Ukrainische Bibliothek“ mit Serhij Zhadan, Katja Petrowskaja, Claudia Dathe und Irina Bondas. Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3, 4051 Basel. Eintritt 20,-/15,- CHF.
Leukerbad, 26.6., 15:00 Uhr: Lesung: Tanja Šljivar. Im Rahmen des »Internationalen Literaturfestivals Leukerbad«: Tanja Šljivar liest aus ihrem neuen Buch „Nationaltheater“. Ort: Hotel Les Sources des Alpes, Tuftstr. 37, 3954 Leukerbad.
Wien, 1.7., 17:00 Uhr: „Sommerfest: 100 Jahre Hafenstadt Gdynia“. Mit Kultur, Kunst, Musik, Tanz und kulinarischen Schmankerln bringt das Sommerfest am Platz Am Gestade die Stadt Gdynia für einen Tag nach Wien und lädt dazu ein, ihre Geschichte und ihren einzigartigen Charakter zu entdecken. Ort: Platz am Gestade, 1010 Wien. Eintritt frei.
Zürich, 24.6., 19:30 Uhr: Gespräch und Lesung „Geschriebenes und Proklamiertes – Die ukrainische Moderne am Anfang des 20. Jahrhunderts, mit Irina Bondas, Katja Petrowskaja, Sylvia Sasse und Serhij Zhadan“. Lesung vor Ort und Stream verfügbar. Ort: Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, 8001 Zürich. Eintritt: 22,- / 15,-.
Aktuelle Fernsehtipps
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Donnerstag, 18.6., 20:15 – 21:00 Uhr, NDR: Lettlands raue Westküste: Wellen, Wald und Wind. "mareTV" berichtet über ein unentdecktes Stück Ostseeküste mit jugendlicher Aufbruchstimmung und ganz viel unberührter Natur. Der Stadtteil Karosta in der Küstenstadt Liepaja ist ein besonderer Ort. Verfallene Festungsanlagen, ehemalige Kasernen-Plattenbauten und ein berüchtigtes Militärgefängnis prägen das Bild. Auch heute noch sprechen die meisten Jugendlichen nur Russisch, fühlen sich gesellschaftlich abgehängt. Anastasija, Jekaterina und Elza setzen ein Zeichen: Sie malen das Logo ihres Jugendprojekts "House of Hope" an eine Wand des ehemaligen Militärgefängnisses.
Samstag, 20.6., 15:45 - 16:30 Uhr, BR: Schlesiens Schätze - Zwischen Riesengebirge und Oderlauf. Das deutsch-polnische Filmemacherteam Peter Moers und Edward Porembny erkundet das Schlesien von heute. Die Städte Breslau, Brieg, Oppeln und Kattowitz galten jahrhundertelang als Juwelen Europas. Der größte Teil Schlesiens liegt heute im Süden Polens. Dort verbindet die Oder nicht nur die Großstädte Wroclaw, Brzeg, Opole und Katowice, sondern auch Ober- und Niederschlesien.
Sonntag, 21.6., 00:00 - 01:30 Uhr, phoenix: Osteuropa zwischen Hitler und Stalin – Das große Sterben. Zwischen 1930 und 1945 erlebte Osteuropa Massengewalt in einem beispiellosen Ausmaß. Hitler und Stalin nutzten die riesige Region für ihre jeweiligen Expansionspläne. Schätzungen zufolge wurden etwa 14 Millionen Zivilisten ermordet vor allem Juden, Polen, Balten, Belarussen und Ukrainer. Mit Archivaufnahmen und Zeitzeugenberichten zeichnet die Dokumentation die Schneise der Verwüstung nach, die die Hitler und Stalin hinterlassen haben.
Sonntag, 21.6., 21:00 - 21:50 Uhr, ARD alpha: Italo Svevo – Geheimes Schreiben in Triest. Die Dokumentation porträtiert den lange unterschätzten Schriftsteller Italo Svevo, der erst spät mit "Zenos Gewissen" Erfolg hatte. Sie verbindet sein Leben und Werk mit der Atmosphäre Triests, zeigt seine Auseinandersetzung mit Psychoanalyse und moderner Identität und macht verständlich, warum sein Schreiben seiner Zeit weit voraus war.
Montag, 22.6., 05:55 Uhr, arte (in der Mediathek verfügbar bis zum 20.8.2026): GEO Reportage: Die Puppen tanzen! Litauens rollendes Theater. Puppentheater hat in den Ländern Osteuropas eine lange Tradition, auch in Litauen. Die rollende Bühne aus Panevezys tourt jeden Sommer durch entlegenste Dörfer. In diesem Jahr ist Daniel neu dabei. Anfangs nur in einer kleinen Nebenrolle besetzt, soll er schon bald beweisen, dass er mehr kann. Wird er es schaffen, Regisseur und Publikum zu begeistern?
Donnerstag, 25.6., 01:20, arte (in der Mediathek verfügbar bis zum 21.9.2026): Aurora – Star wider Willen. Die Geschichte einer Flucht aus Armenien. April 1915: Das Osmanische Reich beginnt mit dem Genozid an der armenischen Bevölkerung. Die 14-jährige Aurora wird verschleppt, verkauft und verliert ihre Familie. Nachdem ihr die Flucht in die USA gelingt, wird ihre Geschichte in Hollywood verfilmt, mit Aurora in der Hauptrolle. Sie will das Schicksal Armeniens öffentlich machen. Doch irgendwann verschwinden alle Filmrollen ...
Freitag, 26.6., 16:30 - 17:15 Uhr, ZDF info: Drei verlassene Orte erzählen vom Erbe der Sowjetarmee in Polen und in der DDR: ein verlassenes Offizierscasino, ein alter Flugplatz und ein Ort, der durch eine Mauer geteilt ist. In Polen besteht ein großes polnisches Nationalgefühl. Deshalb müssen sowjetische Soldaten zur Sicherung der kommunistischen Macht in Polen präsent sein. – In keinem anderen Land ist die Sowjetarmee nach dem Zweiten Weltkrieg so präsent wie in der DDR. Sie sind als Sieger und Besatzer gekommen und nach fast 50 Jahren wieder gegangen, doch wirkliche Freundschaften haben sich selten entwickelt.
Dienstag, 30.6., 12:00 - 12:45 Uhr, ZDF info: Orient-Express. Vom Abendland ins Morgenland: Die letzte Etappe führt nach Istanbul, das historische Ziel des Orient-Express – und der krönende Abschluss dieser einzigartigen Zugreise. Auf dem Weg in die Türkei ging es quer durch Bulgarien, vorbei an Sofia und Plowdiw. Im Kalten Krieg wurde der Orient-Express dort streng kontrolliert - als wichtige Verbindung zwischen Ost und West galt er als "Zug der Spione".
Mittwoch, 1.7., 00:50 - 01:20 Uhr, arte: Das Baltikum befindet sich aktuell in der gefährlichsten Sicherheitslage seit Ende des Kalten Krieges. Mit hybriden Angriffen versucht Russland die baltischen Staaten und damit die Nato zu destabilisieren, ohne offiziell Krieg zu führen. In den letzten Jahren haben alle baltischen Staaten versucht, die Verwendung ihrer Landessprache unter russischsprachigen Bürgern zu fördern. In Riga trifft "Tracks East" eine junge Galeristin und Clubbetreiberin, die ihre Sicht auf den Sprachkonflikt, der die lettische Gesellschaft spaltet, mit uns teilt.
Sonntag, 12.7., 09:20-10:05, MDR: Baia und der Wein – ein wahres Märchen aus Georgien. Baia Abuladze ist Winzerin. Anfang September erwartet die Georgierin den Höhepunkt des Jahres – die Weinlese. Schon als Kind war der Weinberg der Familie für Baia Abuladze ein magischer Ort. Hier will sie nun ihren Traum verwirklichen und als Biowinzerin neuen Wein mit den alten Traditionen verbinden. Dafür hat sie vor sechs Jahren ihre Festanstellung in der Hauptstadt Tiflis aufgegeben und ist zu ihren Wurzeln in ihr Heimatdorf Meore Obcha im Westen Georgiens zurückgekehrt.
Dienstag, 14.7., 11:05 - 11:40 Uhr, SF zwei: rec: "Ich will ein ruhiges Leben. Keine Termine, kein Stress, keine Rechnungen", begründet Mersiha Osmanovic ihren Entschluss, nach Bosnien zurückzukehren. Sie und ihr Mann hätten hier in der Schweiz genug erreicht, jetzt sei die Zeit gekommen, das Leben zu genießen. Die beiden haben in einem kleinen Dorf in Bosnien-Herzegowina ein Haus gebaut. Mit ihrem Ersparten können sie sich dort frühzeitig zur Ruhe setzen. Die beiden Töchter, 25 und 22 Jahre alt, verstehen zwar den Entschluss, doch der Abschied fällt ihnen schwer.
Mittwoch, 15.7., 20:15 - 21:00 Uhr, NDR: Bulgarien – Durch den wilden Balkan. Die Schwarzmeerküste Bulgariens: Am Abend fröhlich klingende Musik, feurige Tänze und farbenfrohe Trachten. Balkanklischee pur! Doch Bulgarien hat mehr zu bieten als nur Meer und Strand: wilde Gebirge, über 2500 Meter hoch, in denen Bären und Wölfe leben, schroffe Felsformationen, wo Geier nach Nahrung suchen, und die malerische Donautiefebene mit Bienenfressern und Blauracken machen den anderen, eher unbekannten Teil des Landes aus. In dem dünn besiedelten Balkanstaat zwischen Europa und Asien hat sich eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt erhalten.
Donnerstag, 16.7., 20:15 - 21:45 Uhr, WDR: Wunderschön! Estland. Reporter Ramon Babazadeh macht einen Trip im Campervan quer durch das Land am Finnischen Meerbusen. Er erlebt eine Wanderung in einem der zahllosen Moore Estlands, übernachtet einsam auf einer unbewohnten Insel und lernt die estnische Saunakultur und ihre tiefere Bedeutung kennen. Bekannt ist das Land vor allem auch durch seine Hauptstadt Tallinn. Die frühere Hansestadt begeistert mit einer wunderschönen, gut erhaltenen Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und Besucher in die mittelalterliche Vergangenheit eintauchen lässt.
Radio, Podcasts und Radiofeatures
Deutschlandfunk: Deutsch-Polnisches Forum Interview mit dem Polen-Beauftragten Knut Abraham (CDU) über das deutsch-polnische Forum (17.6. in Berlin) und die deutsch-polnischen Beziehungen.
Deutschlandfunk: Jan Sobieski - Polens populärer Herrscher Nach dem Sieg über die Türken vor Wien wurde Polens König Jan Sobieski als „Retter der Christenheit“ gefeiert. Doch im Gegensatz zu den Nachbarländern schaffte er es nicht, Polen zu modernisieren – mit fatalen Folgen.
Deutschlandfunk – Gesichter Europas: „Rail Baltica“- Europas Schnellzugverbindung verspätet sich Die Eisenbahnverbindung „Rail Baltica“ soll über die baltischen Staaten und Polen bis nach Berlin führen. Die Züge könnten schon längst fahren. Doch viele Bauarbeiten an der Strecke zwischen Lettland, Litauen und Estland laufen unkoordiniert.
Deutschlandfunk Kultur: Buchkritik „Jerewan“ von Mkrtitsch Armen Mehr als 80 Jahre brauchte es, bis Mkrtitsch Armens Roman „Jerewan“ in seinem Heimatland Armenien erscheinen konnte. Jetzt kann man die faszinierende Geschichte über den Wettkampf zweier Städteplaner um den besseren Entwurf für eine moderne armenische Hauptstadt auch auf Deutsch lesen: Sowjetischer Konstruktivismus versus lebendiger Orient.
NZZ Akzent: Armenien - der kleine Staat, um den Grossmächte ringen In Armenien hat die Bevölkerung die Wahl – nicht nur hinsichtlich der künftigen Regierung, sondern auch hinsichtlich des Kurses zwischen dem Westen und Russland.
NZZ Akzent: Pflichtfach Schach: Warum in Armenien jeder spielt In Armenien ist Schach weit mehr als ein Hobby; es ist ein Nationalsport und obligatorisches Schulfach. Viele erhoffen sich von dem Spiel eine bessere Zukunft.
ORF: Im Warteraum der EU Eine neue Podcast-Serie reist einmal quer über den Balkan. In jene Länder, die seit zwei Jahrzehnten der EU beitreten wollen. Folgen 1-6 u.a. über Kosovo, Serbien, Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina.
Ostblick – der Podcast über Osteuropa: Osteuropa – das sind Krieg, Krisen, Korruption? Der katholische Sender DOMRADIO.DE und das Osteuropa-Hilfswerk Renovabis schauen genauer hin: In ihrem neuen gemeinsamen Podcast Ostblick erzählen sie von einer vielfältigen Region – und von Menschen, die Verantwortung übernehmen für ihre Heimat und ihre Gesellschaft – oft im Angesicht gewaltiger Herausforderungen. Folgen 1-6 u.a. über die Ukraine, Moldau, Serbien, Kosovo und Armenien.
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