28,15,0,50,1
1,600,60,1,5000,1000,20,2000
90,300,1,50,12,25,50,1,70,12,1,50,1,1,1,5000
0,1,0,0,0,40,10,5,0,1,0,15,0,1
Reicher-Synagoge in Lodz. Foto: Jürgen Bruchhaus
Reicher-Synagoge in Lodz
Reicher-Synagoge in Lodz
Ehemalige Fabrik von Karl Scheibler in Lodz. Foto: Jürgen Bruchhaus
Ehemalige Fabrik von Karl Scheibler in Lodz
Ehemalige Fabrik von Karl Scheibler in Lodz
Izrael-Poznanski-Mausoleum auf dem jüdischen Friedhof in Lodz, Foto: Jürgen Bruchhaus
Izrael-Poznanski-Mausoleum auf dem jüdischen Friedhof in Lodz
Izrael-Poznanski-Mausoleum auf dem jüdischen Friedhof in Lodz
Gutenberghaus in der Pjotrkowskastraße in Lodz, Foto: Jürgen Bruchhaus
Gutenberghaus in der Pjotrkowskastraße in Lodz
Gutenberghaus in der Pjotrkowskastraße in Lodz
Galeriecafé Lodzermensch, Foto: Jurek Arnolt
Galeriecafé Lodzermensch
Galeriecafé Lodzermensch
Denkmal für die Gründer der Industriestadt, Foto: Jurek Arnolt
Denkmal für die Gründer der Industriestadt
Denkmal für die Gründer der Industriestadt
Eingang zum Jüdischen Friedhof in Lodz, Foto: Jurek Arnolt
Eingang zum Jüdischen Friedhof in Lodz
Eingang zum Jüdischen Friedhof in Lodz

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Łódź - Lodz

Vom "Manchester des Ostens" in eine ungewisse Zukunft

 

ÜBERBLICK

 

Mit Exkursion zur Gedenktstätte Kulmhof

Neu im Programm 2020!

 

Auf unserer Reise in die drittgrößte Stadt Polens behandeln wir folgende Themen:

  • Die einzigartige Entwicklungsdynamik der Textilstadt im 19. Jh.
  • Deutsche, Polen, Juden, Russen: Mit- und Nebeneinander in Preußen, Kongresspolen, zaristischem Russland und neuem Nationalstaat
  • Die Ermordung der jüdischen Bevölkerung im Lodzer Ghetto und im Vernichtungslager Kulmhof (Exkursion)
  • Von Manchester nach Holly-Łódź und wohin jetzt? Stadt der realen und der Stoffe, aus denen die Träume sind. Und Stadt der realen Albträume
  • Deindustrialisierung und Revitalisierung: Probleme und Chancen
  • Literatur: Reymont, I. J. Singer, Döblin, Tuwim u.a.
  • Mehrere Expertengespräche vermitteln Informationen aus erster Hand

REISE

 

Vom "Manchester des Ostens" in eine ungewisse Zukunft

Manufaktura in Lodz
Manufaktura in Lodz

Die einzigartige Lodzer Entwicklungsdynamik des 19. Jahrhunderts wurde durch eine simple wirtschaftspolitische Maßnahme der jungen kongresspolnischen Regierung ausgelöst: Ausländische, vor allem deutsche Fabrikanten wurden ab Anfang der 1820er Jahre mit Steuererleichterungen und anderen Vergünstigungen auf die Brachflächen der entstehenden Stadt gelockt. Sie errichteten zunächst Manufakturen, später riesige (vor allem Textil-) Industriekomplexe. Im Zuge dessen entstand die schnurgerade, vier Kilometer lange Petrikauer Straße/ ulica Piotrkowska, auf der sich Fabrikantenvillen, Banken, Handelshäuser, Gaststätten und Kleingewerbe in wilder Mischung abwechselten und die Alfred Döblin so beschrieb: „Ein Strich ist von oben nach unten durch die ganze Stadt gezogen; ich habe in keiner Stadt solchen Strich gesehen“.

Als Ergebnis enormer Zuzugswellen entwickelte sich eine multinationale Sozialstruktur aus – sehr grob vereinfacht – deutschen Textiltycoonen (Geyer, Grohmann, Scheibler usw.), Angestellten und Verwaltungseliten, jüdischen Fabrikbesitzern (z.B. Poznanski), Händlern und Kleingewerbetreibenden sowie Polen, Russen und anderen Nationalitäten als Industrieproletariat. Niemand hat dieses Mit-, Neben- und Gegeneinanderleben besser beschrieben als der polnische Literaturnobelpreisträger Władysław Reymont in seinem 1899 erschienenen Roman „Das gelobte Land“ (kongenial verfilmt von Andrzej Wajda). Er popularisierte auch den Begriff vom „Lodzermensch“ als Prototyp eines fleißigen, ausdauernden Unternehmers ohne besondere Bindung an Religion oder Nation.

Zwischen den Weltkriegen gingen die jetzt in der Sowjetunion gelegenen Absatzmärkte verloren, viele Deutsche wanderten „ins Reich“ ab. Die meisten Juden, vor dem Krieg jeder dritte Lodzer, wurden von den deutschen Besatzern im Ghetto „Litzmannstadt“, im Vernichtungslager Kulmhof/Chełmno nad Nerem und in Auschwitz ermordet. Als nach dem Zweiten Weltkrieg Warschau in Schutt und Asche lag, diente das deutlich weniger zerstörte Lodz von 1945-1948 als provisorische Hauptstadt. Die monoethnisch gewordene Stadt erlebte den Aufbau des industriellen Sozialismus, aber auch die Einrichtung der Filmstudios mit Hochschule, in denen alle tätig waren, die im polnischen Film Rang und Namen hatten. Lodz wurde zur Filmhauptstadt Polens mit dem Beinamen „Holly-Łódź“.

Galerie Lodzermensch
Galerie Lodzermensch

Nach der Wende verlor Lodz über 150.000 Einwohner, die völlig veralteten Produktionsstätten wurden weitestgehend stillgelegt und die Arbeitslosenquote stieg auf über 30%. Inzwischen setzt die Stadtverwaltung – auch dank kräftiger Unterstützung durch EU-Mittel – auf Revitalisierung statt Gentrifizierung und die Ansiedlung moderner, auch internationaler Dienstleistungsunternehmen.

Den Besuchern präsentiert sich das postsozialistische Lodz in einem Mix aus Licht und Schatten: „Fein und vorzeigbar, schlampig und vital. Kreativ, wandelbar, unverwüstlich“ (Nicole Quint).

 

PROGRAMM

 

Vorgesehenes Reiseprogramm

Tag Programm
1. Tag
  • Abfahrt ab Berlin (ca. 13.30 Uhr) mit dem EC/IC über Kutno (Ankunft in Lodz ca. 20.30 Uhr)
2. Tag
  • Geführter Spaziergang über die ulica Piotrkowska/Petrikauer Straße vorbei am Platz der Freiheit zum Kultur- und Einkaufszentrum „Manufaktura“ auf dem ehemaligen Fabrikgelände von Izrael Poznański
  • Film: „Das gelobte Land“
3. Tag
  • Busfahrt mit Ausstiegen über das Gelände des ehemaligen Ghettos „Litzmannstadt“ (erhaltene Gebäude am Alten Markt, jüdischer Friedhof, (Deportations-)Station Radegast, Park der Überlebenden mit Marek-Edelman-Dialogzentrum u.a.)
4. Tag
  • Exkursion zur Gedenkstätte des ehemaligen Vernichtungslagers Kulmhof in Chełmno nad Nerem
  • Besuch eines Sozialprojekts
5. Tag
  • Chancen und Probleme einer deindustrialisierten Stadt: Informationsgespräch zu Revitalisierung und Stadtentwicklungsprojekten
  • Geführter Spaziergang zu ausgewählten Architekturobjekten: Scheiblers Palast (heute Kinomuseum), Filmhochschule, ehemalige Arbeitersiedlung „Pfaffenmühle“, Scheiblers Fabrik (heute Lofts und Büros), Geyers „Weiße Fabrik“ (heute Textilmuseum) u.a.
6. Tag
  • Informationsgespräch zur aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation in Polen
  • Zeit zur freien Verfügung
7. Tag
  • Abfahrt ab Lodz (ca. 7.30 Uhr) mit dem IC/EC über Kutno (Ankunft in Berlin ca. 14.30 Uhr)

 

(Die An- und Abreisezeiten per Bahn können sich aufgrund von Fahrplanaktualisierungen noch verändern)

 

PREISE & LEISTUNGEN

 

Preis 2020:

  • Reisepreis: € 770,-
  • Bei eigener An-/Abreise bis/ab Warschau: € 690,-
  • Über Flug- und Busverbindungen informieren wir Sie gerne

Im Preis enthalten sind:

  • Vorbereitungsmaterialien
  • Bahnreisen Berlin–Kutno–Berlin im EC, Kutno-Lodz-Kutno im IC (2. Klasse)
  • 6 Übernachtungen im DZ (Bad/WC) in den angenehmen Mitteklassehotels „Focus“ (große Zimmer in ehemaliger Baumwollfabrik)
  • Halbpension (5 Tage)
  • Komplette Programmkosten, Eintrittsgelder und Reiseleitung (EOL und polnische Reiseleitung)

Zusätzliche Kosten (fakultativ):

  • Einzelzimmer: € 100,-

 

REISEECHO

 

„Eine gute Mischung aus Tourismus und Politik. Eloquente und kompetente Referenten. Besonders gut gefallen mir die Lesungen aus der Literatur am Ort des Geschehens.“

Reiseteilnehmerin der Warschau-Lodz-Reise, September 2018


TEST-LOB

TEST-TEILNEHMER, April 2019


TEST-LOB 2

TESTTEST-TEILNEHMERIN, Mai 2019

REISEKOMBINATIONEN

 

Kombinierbar mit:

Warschau-POLIN-Museum-thomas-reck.jpg

Warschau-Lodz 26.7.-8.8.2020

Reisenummern: 37+39
Gesamtreisedatum: 26.07.-08.08.2020
Komplettpreis: 1495 Euro (Sie sparen: 105 Euro)
Gruppenwechsel: Der Gruppenwechsel findet am 2.8. in Lodz statt.
Gesamter EZ-Zuschlag: 240 Euro

Zur Reisebeschreibung von Warschau
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Lublin-Thomas-Reck.jpg
Warschau-POLIN-Museum-thomas-reck.jpg

Lublin-Warschau-Lodz 17.7.-8.8.2020

Reisenummern: 34+37+39
Gesamtreisedatum: 17.07.-08.08.2020
Komplettpreis: 2480 Euro (Sie sparen: 180 Euro)
Gruppenwechsel: Die Gruppenwechsel finden am 26.7. in Warschau und am 2.8. in Lodz statt.
Gesamter EZ-Zuschlag: 415 Euro

Zur Reisebeschreibung von Lublin-Zamość
Zur Reisebeschreibung von Warschau
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HINWEISE

Einreiseinformationen:

  • Deutsche Staatsangehörige: Sie benötigen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, der mindestens über das Ende der Reise hinaus noch gültig ist
  • Staatsangehörige anderer Staaten: Wir informieren Sie gerne über die Einreisebestimmungen
  • Es sind keine Impfungen vorgeschrieben
  • Bitte beachten Sie auch die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts

Literaturempfehlungen und Links

  • Hier finden Sie einige Literaturtipps und Links zu dieser Reise
  • Eine ausführliche Literaturliste erhalten Sie zusammen mit der Buchungsbestätigung

 

 

ŚWIATŁO ZE WSCHODU - EX ORIENTE LUX

POLEN

Polen

Termine

 

02.08 - 08.08.2020

 

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Reservierungen / Buchungen

 

Sie können unsere Reisen entweder verbindlich buchen oder zunächst unverbindlich einen Platz bis 31.1.2020 reservieren.

 

Frühbucherrabatt

 

Auf alle bis zum 15. Januar 2020 eingegangenen verbindlichen Buchungen gewähren wir einen Frühbucherrabatt in Höhe von 3% auf den Reisegrundpreis.

 

Aktuelles Wetter

 

Uhrzeit in Lodz

Fragen an Ex Oriente Lux?

 

Ex Oriente Lux Reisen
Neue Grünstr. 38
D-10179 Berlin

Deutschland - Germany

 

fon: +49 (030) 62 90 82 05

fax: +49 (030) 62 90 82 09

info@eol-reisen.de

 

Wir sind für Sie da:

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Sie können uns telefonisch, per Mail oder Fax erreichen. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

 

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